Buchkritik Zur Startseite

Bruce Dickinson

Lord Iffy und die Spitzen der Gesellschaft

(Bastei Lübbe)

Bruce Dickinson, der pensionierte Sänger von Iron Maiden, ist bereits in jungen Jahren für seinen überentwickelten Sinn für Humor bekannt gewesen. Der hatte ihm seinerzeit einen Rausschmiß aus einer staatlichen Schule beschert. Ein Verlust von dem er sich bis heute scheinbar nicht erholt hat. Seine Rache für diese Schmach sieht so aus, daß er als Vergeltung für den entgangenen Unterricht eigene Bücher schreibt, deren Hauptfigur Lord Iffy ein Inzuchtprodukt der Oberschicht ist.

Lord Iffy, ist, nebenbei gesagt, auch Transvestit und äußerst betrügerisch veranlagt. Was liegt näher, als zu versuchen diese Tugenden in klingende Münze zu verwandeln. Gesagt getan. Iffy verläßt das britische Eiland und reist mit seinem Butler und einem mumifizierten Urahn in die USA, um dort eine vielversprechende Karriere als Fernsehprediger einzuschlagen.

Was muß Bruce Dickinson doch unter dem Unterrichtsentzug in seiner Jugend gelitten haben, daß sich ein so krankes Hirn ausbilden konnte. Kein Spaß ist ihm zu billig, keine sexuelle Praktik zu abartig und keine Unterhose zu vollgepullert, als daß sie nicht doch für einen niveaulosen Gag gut wäre. Alles in allem also ein höchst amüsantes Buch und irgendwie auch hmmmm sehr britisch.

(bg)

Bruce Dickinson
LORD IFFY UND DIE SPITZEN DER GESELLSCHAFT
Bastei Lübbe 10,90 DM
ISBN 3-404-13792-2

Cover von Bruce Dickinson LORD IFFY