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Otomo/NagayasuSarah - Spuren im Sand |
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Für alle, die meinen, daß japanische Comics nur Action- Kram sind und deswegen bisher einen Bogen darum gemacht haben, bringt Carlsen einen Kennenlern-Manga der Extraklasse. Erstmals 1990 in Japan veröffentlicht bietet Otomo & Nagayasus SARAH alles, was das Genre hergibt - filmische Bildsprache, die gewisse Mischung aus Ruhe und Rasanz, Fantasy und Gegenwartsbezug, Detailreichtum und Abstraktion. Der Hintergrund der Geschichte kann seine Herkunft aus der Endzeit des Kalten Krieges nicht verleugnen: Die 'Bombe' ist gefallen, ein Teil der Menschheit hat auf riesigen Raumstationen überlebt. Über den Streit, wie es nun weitergehen soll, kommt es zum Bürgerkrieg und in der Folge zu einer ungeordneten Wiederbesiedlung einer Erde, deren Klima sich dramatisch verändert. Die Menschen wursteln sich so durch auf dem sprichwörtlich verwüsteten Planeten. Die Ruinen der alten Zivilisation dienen nun als ergiebige Minen für eine neuentstandene Wiederverwertungsindustrie. Hier leben Flüchtlinge, Kriegsgefangene und Neusiedler - zum Teil unter erbärmlichen Umständen. Hier sind die Stätten neuen Reichtums (für eine kleine militaristische Clique). Hierhin muß man gehen, wenn man, wie die Hauptfigur Sarah, seine in den Kriegswirren verlorenen Angehörigen, ein Lebenszeichen seiner Kinder sucht. (rw) Otomo/Nagayasu |
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