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Firestorm - Brennendes Inferno

 
"Smokejumper" nennen sich in Amerika die furchtlosen Damen und Herren, die sich per Fallschirm in Brandherde absenken, welche mit üblichen Methoden nicht mehr gelöscht werden können. Auch Jesse (Howie Long) und sein Team bilden eine Smokejumper-Einheit und werden zu einem lodernden Waldfeuer gerufen. Noch wissen sie nicht, daß es sich keineswegs um eine natürlich entstandene Katastrophe handelt. Vielmehr hat der gerissene und skrupellose Sträfling Shaye (William Forsythe) die Flammen durch Helfer legen lassen, um so dem Hochsicherheitsgefängnis zu entfliehen. Zu Löscharbeiten werden nämlich regelmäßig Häftlinge herangezogen, was Shayes Meinung nach eine gute Grundlage für ein gefahrloses Entkommen bietet. Zusammen mit einigen eingeweihten Mitinsassen verkleidet er sich als Feuerwehrmann und tritt den Gang in die Freiheit an. Inzwischen zündet Jesse eine zweite Feuerfront, um dem ersten Brandherd den Sauerstoff zu nehmen. Kurz darauf entdeckt er vom Hubschrauber aus seine vermeintlichen Kollegen und springt ab. Die haben unterwegs eine verirrte Vogelfreundin (Suzy Amis) aufgegabelt und sind über Jesses Auftauchen gar nicht erfreut. In einer einsamen Holzhütte versuchen sie, den Smokejumper umzubringen. Spätestens jetzt begreift der kräftige Brandexperte, daß er nicht nur die beiden Flammenmeere sondern auch die gefährlichen Verbrecher bekämpfen muß - die Zeit wird knapp, denn plötzlich treiben Windböen die Feuerwände zu einer riesigen Feuersbrunst zusammen.

Football-Fans wird der Name Howie Long wohl etwas sagen. Nach 13 Jahren in der Profi-Liga kümmert sich der Sportler nun in der Filmbranche um seine Altersvorsorge. Eine Nebenrolle in "Operation: Broken Arrow" hat ihm den Einstieg ins Business beschert und auf die Hauptrolle in diesem Katastrophenfilm vorbereitet. Mimisch hat er ungefähr so viel zu bieten wie George Seagall. Bis auf die Szenen, in denen Gefühl gefragt gewesen wäre, ist das nicht weiter schlimm, da markante Gesichtszüge und ein muskelöser Körper als Voraussetzungen für reine Action-Rollen offensichtlich ausreichen. Dean Semler hat sich bisher hauptsächlich als Kameramann für so große Produktionen wie "Waterworld" oder "Last Action Hero" einen Namen gemacht und nun erstmals auf dem Regiestuhl Platz genommen. Diese Einflüsse machen sich in seinem Kino-Debüt bemerkbar: reichlich Bombast, actionreiche Sequenzen und beeindruckende Effekte in bezug auf die Feuersbrunst können sich sehen lassen. Mehr wäre aus "Firestorm" jedoch geworden, hätten die Schauspieler Gelegenheit gehabt, ihren Charakteren etwas Tiefe zu geben. So bleibt am Ende leider der Eindruck, der Folge einer klinisch-reinen US-Serie beigewohnt zu haben.

(sm)

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