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Mad City |
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| Unzufrieden mit seinem Job als Reporter für ein kleinen
Provinzsender gerät der ehemalige New Yorker Star-Reporter Max Brackett
(Dustin Hoffman) unversehens in eine Story, die das große Comeback
bringen könnte: Rein zufällig gerät er nämlich in eine
Geiselnahme. Auch der Verursacher des bald einsetzenden Medienrummels, Sam
Baily (John Travolta), ist eher überrascht vom Ausgang seiner Mission.
Schließlich wollte er die Museums-Leiterin unter vorgehaltener Waffe
und in Anwesenheit einer Schulklasse doch nur dazu bringen, ihm seinen Job
als Wachmann wiederzugeben. Doch Max inszeniert flugs eine Tragödie,
die auf sämtlichen Kanälen Top-Quoten erreicht. Das interessiert
nun auch Bracketts ehemaligen Arbeitgeber Kevin Hollander (Alan Alda), der
die Story sofort übernehmen will. Eine Zusammenarbeit kommt für
ihn nicht in Frage, denn Brackett hatte ihn einst blamiert, als dieser vor
laufender Kamera gegen die Sensations-Berichterstattung rebelliert hatte.
Auch jetzt gerät Max wieder in einen Gewissenskonflikt, weil sich Sam
als eigentlich recht harmloser und naiver Zeitgenosse entpuppt, der Max's
Ratschläge in Sachen Umgang mit den Medien brav befolgt. Doch in Anbetracht
der zahlreich erscheinenden FBI-Scharfschützen verliert der unfreiwillige
Revolverheld langsam die Nerven und selbst sein neuer Freund Brackett vermag
ihm aus dieser Klemme heraus zu helfen... Was da als große Medienschelte
angekündigt wird, ist eher ein mauer Vortrag über das Phänomen
Boulevard-Journalismus. Vielmehr beschränkt sich die Handlung auf die
Probleme eines Publicity-hungrigen Reporters und eines einfachen Mannes
mit Kanone. Zwar ist sind die Charaktere mit Dustin Hoffman und John Travolta
vielversprechend besetzt. Doch vielleicht hätte der regieführende
mehrfache Oscar-Gewinner Costa-Gravas ("Z", "Missing")
etwas mehr aus der Story herausholen können, als es in "Mad City"
der Fall ist. Zu einseitig wirkt die Kritik an der Sensationsbericht-Journaille.
Dagegen bleibt der Geiselnehmer trotz offensichtlicher geistiger Umnachtung
immer berechenbar. So kratzt dieser Film höchstens an der Oberfläche
des Problems und bleibt gegen Werke wie Oliver Stones "Natural Born
Killers" nur ein schwaches Licht.
(sm) Bundesstart: 19.02.1998 |
Regie: Costa-Gravas Darsteller: Dustin Hoffman, John Travolta, Alan Alda |
| Zuletzt rezensierte Filme: Gangs of New York - 8 Mile - Ghostship - Der Schatzplanet - The Tuxedo – Gefahr im Anzug |