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Star Trek: Der Aufstand

 
In verläßlicher Regelmäßigkeit beglücken uns zum Jahresende abwechselnd zwei der erfolgreichsten Spielfilm-Reihen der Filmgeschichte. Jagte im vergangenen Jahr James Bond gemeingefährlichen Terroristen hinterher, hebt diesmal Captain Picard mit seiner Crew im Raumschiff Enterprise in unendliche Weiten des Universums ab. "Der Aufstand" heißt das nunmehr 8. Weltraumabenteuer und der dritte Einsatz für die "Next Generation", in dem diese ihre Stellung bei der Föderation auf's Spiel setzt, um ein friedliches Volk auf einem paradiesischem Planeten zu retten.

Aus unerklärlichen Gründen läuft der Android Lt. Commander Data (Brent Spiner) auf dem Planeten der Ba'ku Amok und nimmt ein geheimes Kultur-Beobachtungsteam der Föderation und deren Alliierten, den Son'a, gefangen. Captain Picard (Patrick Stewart) erhält den Auftrag, Data entweder zu fangen - oder seinen mechanischen Freund zu eliminieren. Bei der Rekonstruktion der Ereignisse erfährt das Team der Enterprise, daß die esotherisch ambitionierten Ba'ku in ihrem kleinen Paradies zwar einfach leben, aber dennoch ein hochentwickeltes technologisches Wissen besitzen und zudem größtenteils über 300 Lenze zählen. Der Grund dafür liegt in metaphysischer Radiostrahlung, der die Ba'ku durch einen Teilchenring um ihren Planeten ständig ausgesetzt sind und die den Alterungsprozeß immens verlangsamt. Während sich Picards Falten glätten und Lt. Commander Worf (Michael Dorn) mit Teenager-Erscheinungen wie Pickeln zu kämpfen hat, wird der Anführer der schnell alternden Son'a, Ru'afo (F. Murray Abraham), an Bord seines im Orbit kreisenden Schiffes immer ungeduldiger. Er hat nämlich nicht nur vor, die Ba'ku zu studieren, sondern plant vielmehr, sie von ihrem Stern zu entführen, um selbst in den Genuß des Jungbrunnens zu kommen. Picard sieht die "Oberste Direktive", das Verbot der Einmischung in die natürliche Entwicklung fremder Zivilisationen, verletzt und widersetzt sich als Aufständischer den Befehlen seiner Vorgesetzten.

Auch wenn nicht ganz nachvollziehbar ist, warum die Son'a partout nicht mit den Ba'ku zusammenleben sondern sie vertreiben wollen und dafür auch noch die Unterstützung der Föderation bekommen, ist auch der 8. Teil der "Startrek"-Reihe zu einem kurzweiligen Science-fiction-Abenteuer geraten. Da mischt sich ein wenig Romantik - Picard verliebt sich in die Ba'ku-Anführerin Anij (Donna Murphy) - mit humoriger Situationskomik, und spannend inszeniert ist die farbenfroh bebilderte Weltraumstory allemal. Nicht ganz so actiongeladen wie der ebenfalls von "Lt. Riker"-Jonathan Frakes in Szene gesetzte Vorgänger, "Der erste Kontakt", und mit weniger atemberaubenden Effekten als in "Treffen der Generationen" steht dieses 103-Minuten-Werk trotzdem für solide Unterhaltung in gewohnt souveräner "Star Trek"-Manier.

(sm)

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