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Ein Zirkus für Sarah

 
Astrid Lindgren für Anfänger! So könnte der Untertitel der dänischen Produktion "Ein Zirkus für Sarah" lauten. Scheinbar unterschätzt Regisseur Claus Bjerre die Kombinations- und Auffassungsgabe seines jungen Zielpublikums. Und das will ja schließlich auch unterhalten werden. Von Anfang bis Ende wirkt sein Kinderkino-Debüt nämlich derart simpel und konstruiert, daß Spannung gar nicht erst aufkommen will und die Phantasie außen vor bleibt - vom in skandinavischen Kinderfilmen so wichtigen Humor ganz zu schweigen. Drei Grünschnäbel und eine ausgeflippte Alte, die einer Hütte voller Gerümpel lebt, tragen gegen eindimensional böse Grundstücksspekulanten in anderthalb Stunden den Kampf um die Daseinsberechtigung eines absolut lauen Kinderzirkusses aus. Die Kinder von Bullerbü hätten den Laden mit Sicherheit wesentlich einfallsreicher aufgemischt...

Junior-Clown Sarah (Sara Kristine Modegaard Mihn) übt mit Freundin Maria (Maria Lundberg Baré) und dessen Brüderchen Morten (Morten Gundel) für ihre erste Zirkusvorstellung. Doch das verwilderte Gelände, das sie sich dafür ausgeguckt haben, ist gerade zur Bebauung freigegeben worden. Also flüchtet das Artisten-Trio auf die alte Feuerwehrwache. Dort lebt nicht nur Esel Rosa sondern auch das exzentrische Fräulein Mirabella (Anne Marie Helger), in der die Kids einen glühenden Kinderzirkus-Fan finden. Doch die Harmonie ist nur von kurzer Dauer, denn schon rückt die Baubehörde auch hier mit Bagger und Walzen an. Mit allerlei Tricks versuchen der zuständige Beamte und die zukünftigen Bauherren, der eigenwilligen Dame die Grundstücksurkunde abzuluchsen. Aber die darf ja auf die Hilfe von Clown Sarah, Seiltänzerin Maria und Zauberer Morten zählen.

(sm)

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