CD-Kritik Zur Startseite

Ryan Adams  

Gold

(Mercury/Universal)

Dass der ex-Frontmann von Whiskeytown ein großer Songwriter ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Auf seinem zweiten Solostreich "Gold" hat er jetzt noch Schnelligkeit und Abwechslungsreichtum für sich entdeckt und liefert seine bisher reifste Leistung ab. Sage und schreibe 16 Titel ohne einen einzigen Ausfall, von Country geschwängertem Folk über Rock'n'Roll bis hin zu großen Balladen hat er alles drauf. Die Stimme inbrünstig, die Melodien wunderschön, ist dieses Album vom ersten bis zum letzten Ton eine Lust.

Egal, ob die beschwingte Single "New York, New York", das neunminütige "Nobody Girl" oder die traurige Abschiedsballade "Goodnight, Hollywood Blvd" - Ryan Adams tritt in die Stapfen der ganz großen Songwriter, ohne sie billig zu kopieren. Einzig die seltsame Cover- und Booklet-Gestaltung trübt den guten Gesamteindruck - das Posen vor der amerikanischen Flagge mit einer Pistole lässt sich weder in einen direkten Bezug zu den persönlichen und unpolitischen Texten setzen, noch als Parodie erkennen. Ich hoffe inständig, dass dieser Schwachsinn nicht Ernst gemeint ist, schließe die Augen und lasse mich von der Musik davontragen. Ganz, ganz groß.

(dmm)

 

 


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