CD-Kritik Zur Startseite

Adema

Unstable

(BMG)

Dank Tourneen im Vorprogramm von Drowning Pool, Disturbed und Linkin' Park haben Adema in den USA den Sprung in die erste Liga der Nu Metal-Fraktion geschafft. Der sollte ihnen in Europa mit "Unstable" ebenfalls gelingen. Mit bitterböser Aggressivität gehen sie im Opener "Co-Dependent" zu Werke. Sie fackeln wirklich nicht lange rum. Der Song birgt ein Riff, das sich einem tief ins Gedächtnis einbrennt. Erst Mitte des Albums lassen sie die Zügel etwas lockerer. Es folgt die Halb-Ballade "Promises", in der Sänger und Texter Marky Chavez beweisen kann, dass er nicht nur ein kraftvolles Schrei-Organ besitzt. Die Power-Balladen "So Fortunate" und "Let Go" runden das Kontrastprogramm ab. Der Rest steht wieder ganz im Zeichen von höllisch groovendem und aggressivem Nu Metal. Fast jeder Song birgt ein kleines Ohrwurm-Riff.

(kfb)


Adema 

Adema

(Arista/BMG)

Nachdem die Nu-Metal-Welle schon deutlich abflacht, funktionieren viele neue amerikanische Bands nach dem Baukastenprinzip: Das Beste aus beiden Welten. Auf der einen Seite der wuchtige Pathos von Bands wie Creed, auf der anderen Seite die Dicke-Hosen-Musik. Bands wie Liquid Gang (leider schon wieder aufgelöst), Staind oder jetzt Adema schmiegen sich zwischen diese beiden Pole und sprechen eigentlich alle die an, die es weder extrem hart noch extrem kompliziert wollen. Auch wenn sich eine Schwemme dieser Bands abzeichnet, ist der Mittelweg vielleicht gar kein schlechter.

Adema haben einen super fetten Sound, einen kraftvollen Sänger und haben es geschafft, zwölf gute Songs ohne Aussetzer auf CD zu bannen. Positiv fällt ins Gewicht, dass sie mit Tobias Miller und Bill Appleberry ein Producer-Duo ins Boot genommen haben, das bisher nicht mit großen Namen zusammengearbeitet und dadurch der Band einen sehr eigenen Sound verpasst hat. "Adema" kann man ganz klar auf der Haben-Seite verbuchen.

(dmm)

 


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