CD-Kritik Zur Startseite

Axxis

Eyes Of Darkness

Massacre / Connected

Nachdem "Back To The Kingdom" (s.u.) Axxis wieder auf die Spur gebracht haben, schließt das deutsche Metal-Quintett an die wieder erschaffene Erwartungshaltung an. Warum irgend etwas ausprobieren, wenn man das macht, was man am besten kann? Das Ergebnis gibt ihnen Recht: "Eyes Of Darkness" klingt noch ausgefuchster und gefestigter als "Back To The Kingdom"; die Produktion ist hart rockend und weitgehend Schnickschnack frei. Selbst wenn in manchen Texten die Klischeekeule zu sehr ausgepackt wird ("...keep on flying up to the sky...") zeichnet es Axxis aus, dass sie all die Jahre weder zur Drachen/Schwerter noch zur Bier/Titten-Fraktion gehört haben. Bei jeder anderen Band würde ich "Mitgröhl-Metal" als Schimpfwort verwenden - bei Axxis nicht!

(dmm)

 

Axxis

Back To The Kingdom

(Massacre Records)

"Kingdom Of The Night" - so hieß 1989 das Debütalbum von Axxis. Da die Akzeptanz und der Erfolg in dieser Zeit am Größten waren, braucht es nicht viel Phantasie, um zu erahnen, wohin die Reise geht. Nachdem die beiden letzten Alben (Matters Of Survival, Voodoo Vibes) musikalisch vielseitig aber vergleichsweise erfolglos waren, beamen sich Axxis mit ihrem siebten Album zurück in vergangene Zeiten. Das heißt im Klartext: Hymnischer Melodic-Metal mit einem immer noch brillanten Bernhard Weiss am Mikro. Man muß halt sehr großzügig darüber hinwegsehen, daß die CD auch "Recyclinghof" heißen könnte. Kerniger Mitgröhl-Metal und melodische Balladen so weit das Ohr reicht. Daß sie sich dabei auf alte Pfade begeben ist zwar nicht mutig, scheint ihnen aber (trotz Ausstieg von Gitarrist und Bassist) die Vitalität zurückgegeben zu haben. Für alle Alt-Fans Pflichtkauf, für alle anderen "nur" solides Handwerk.

(dmm)