CD-Kritik Zur Startseite

The Boggs 

We Are The Boggs We Are 

(Arrco/Ryko/Zomba)

Wer mitten in Brooklyn, an Straßenecken und in U-Bahnhöfen die Musik des ländlichen Amerikas ausbuddelt, kann sie nicht mehr alle haben. Brooklyn und Roots Rock beziehungsweise Country und/oder Folk – kann das wirklich sein? Oh, yes indeed, it can, baby.

Für The Boggs muss man sich schon einen ganz besonderen Vergleich ausdenken und der kommt jetzt: 16 Horsepower auf Speed und mit 'ner Pulle Whisky im Kopp. Das soll heißen, dass The Boogs abgedreht und verrückt klingen. Während David Edwards & Co. wohl überlegt zu Werke gehen, lassen The Boggs ihrem Wahnsinn freien Lauf und präsentieren schräge Americana-Versatzstücke, die lediglich mit Gitarre, Schlagzeug, Harmonika und Banjo sowie der teils weit in den Hintergrund gemischten und unglaublich schizophren und irr klingenden Stimme von Jason Friedmann in Szene gesetzt werden.

Sie haben nicht nur als Straßenmusiker angefangen, so klingen die minimalistischen aber durchaus effektvollen und authentischen Songs ihres Debüts auch. Abartiger Country, irrer Americana, dreckiger Folk – nennt es, wie ihr wollt. So oder so, es ist fantastische Musik. Und dann eine Textzeile wie " I eat when I'm hungry / and I drink when I drive" (aus "Whiskey And Rye"). Großartig!

( kfb)

 



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