CD-Kritik Zur Startseite

Celtus

Portrait

(Sony)

Nicht mehr ganz frisch ist die neue CD von Celtus aus Nordirland. Obwohl "Portrait" schon im Herbst 1999 in Deutschland erschienen ist, blieb das Album bisher völlig unbeachtet. Nach ihrem außergewöhlich guten Debüt "Moonchild" sind die McManus Brüder nun einen Schritt weiter in Richtung Celtic-Ethno-Pop gegangen. Die Songs des neuen Albums sind weniger melancholisch, bestechen aber immer noch durch ihre Harmonien und Arrangements. Auf der einen Seite ist es schade, daß die dunkle, mystische Atmosphäre aus ihren Songs gewichen ist; andererseits lassen die neuen Songs nichts von der alten Qualität vermissen. Wären die Begriffe "Hitpotential" und "Pop-Hymnen" nicht so negativ besetzt, könnte man damit optimal die erste Single "Two Worlds" oder das wunderschöne "Wide Awake" beschreiben. Nur ein einziges Mal überschreiten sie die Kitschgrenze: "Touch You" ist eine Spur zu schwülstig. Ansonsten regiert auf "Portrait" Qualität. Der ungewöhnliche Einsatz der Low Whistle, der prägnante Gesang von John McManus und die unzähligen Einflüsse schaffen einen ganz eigenen Stil, der sich am besten mit dem Namen der Band beschreiben läßt: Celtus.

(dmm)

 


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