CD-Kritik Zur Startseite

Clutch 

Pure Rock Fury

(Atlantic / eastwest )

Einen gewaltigen, mächtig schweren und nach literweise Schweiß riechenden Brocken Rock, werfen uns Clutch aus heiterem vor die verstaubten Füße, mit denen wir wochenlang durch die Rockwüste geirrt sind auf der Suche nach der nächsten Oase. Und da stehen wir vor der gesuchten Offenbarung. Sie liegt vor uns. Alles hat sich erneut zum Guten gewandt. Wir lächeln und beißen rein in "Pure Rock Fury". Der Name ist Programm. Programmer kann er gar nicht sein. Da fliegen die Fetzen, da schwingt keine Saite nicht mit. Tiefer, dreckiger, bestimmter, gnadenloser Rock, wie er lange nicht mehr an unser Ohr drang.

Da Corrosion Of Conformity und Monster Magnet zur Zeit eine kreative Auszeit genommen zu haben scheinen, können Clutch, das seit Jahren umtriebige Quartett, wieder auf den Rock-Thron steigen und die Sau raushängen lassen. Tief gestimmter, bis in die Kniekehlen von Dan Maines hängender Bass, der wummert, bis die Bauchdecke zittert, fette Gitarrenriffs, gespielt von Tim Sult, die die Schädeldecke zum Abheben bringen, ein Schlagzeugspieler namens Jean-Paul Gaster, der nur das Nötigste tut, das aber mit unglaublicher Präzision und Perfektion und obendrauf - so als Sahnehäubchen - der markante, dreckig-raue Gesang von Schweinerock-Frontmann Neil Fallon. Und alles durch den heiß geliebten Orange-Verstärker gejagt. Irgendwo zwischen den Songs tummelt sich gar Ur-Doom-Legende Scott "Wino" Weinrich, um Gitarrensoli beizusteuern zu diesem Freudenfest der Rockgemeinde, die sich in den vergangenen Monaten aufgrund wenig überzeugender Releases enttäuscht abwenden musste.

Let's fucking rock'n'roll, you mothafuckas!

(kfb)

 

 

Clutch 

Pure Rock Fury

(Atlantic / eastwest )

Wer Spiritual Beggars oder Queens Of The Stone Age für läppische Weicheier hält, kann jetzt noch ein Schippe Härte hinterherlegen. Es dröhnt der Bass, es röhrt die Gitarre und Shouter Neil Fallon singt, als wäre es das letzte Mal, dass ihn einer ans Mikro lässt. Also, erwartet keine feinen Melodien oder sensiblen Zwischentöne, hier regiert das Riff-Monster. Trotzdem schaffen es einige Songs, herauszustechen: "American Sleep", "Open Up The Border" oder "Drink To The Dead" solltet ihr euch unbedingt anhören. Das seltsam trendige "Be Careful With The Mic" könnt ihr euch dagegen getrost schenken. Ansonsten wird das im Albumtitel gegebene Versprechen voll eingelöst.

(dmm)

 

 


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