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Holly ColeRomantically Helpless(Alert Music) |
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| Holly Cole wird es schaffen. Irgendwann und irgendwie. Vielleicht nicht
mehr in diesem Leben, aber in einem besseren. Denn Holly Coles Geschmack
ist das, was man "distinguiert" nennt. Und er läßt sie auch auf
ihrem neuesten Werk nicht im Stich. Was Holy Cole singt - und sei es Paul
Simons "One Trick Pony" -, erhält sofort einen Schuß leichten
Jazz. Und manchmal, wie im Titelsong, sogar einen Spritzer Bossa Nova. Öfter
aber entpuppt sich Holly Cole als eine Art jüngere Schwester von Rickie
Lee Jones. Und die war, wir erinnern uns noch, eine Mischung aus Klampfenfolkie
und Jazzdiseuse, und außerdem mit Tom Waits liiert, von dem Holly
Cole erstaunlicherweise nichts covert, dafür aber gleich zweimal etwas
von Randy Newman, und das klingt beidemale richtig gut.
Holly Cole wird es also schaffen. Vielleicht ergeht es ihr wie Shawn Colvin, die es auch immer hat schaffen wollen und nie geschafft hat, bis sie ihr epochales Album "A Few Small Repairs" veröffentlichte. Das hat Holly Cole bislang noch nicht geschafft. Einfach zu distinguiert. Kann einfach alles, und alles klingt gut. Das ist zu wenig, wenn mans schaffen will. Aber irgendwann und irgendwie... (dpr)
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Holly ColeTemptation(Metro Blue/EMI) [9-95] |
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| Holly Cole ist eine 31jährige Kanadierin, die bislang 3 Alben veröffentlicht
hat auf denen sie sich als Interpretin von alten Standards und aktuellen
Kompositionen profilierte. Bei uns am bekanntesten waren wohl die zwei Stücke,
die sie zum letztjährigen Prince-Tribute-Sampler "When Doves Cry"
beisteuerte. Das mit dem "Tribute To" scheint ihr gefallen zu
haben, denn jetzt hat sie mit "Temptation" erstmals eine CD veröffentlicht,
die ausschließlich den Kompositionen eines einzigen Songschreibers
- Tom Waits - gewidmet ist.
Holly Coles Interpretationen sind respektvoll, ohne zu sehr am Original zu kleben. Dafür sorgt allein schon ihr Gesang. Denn ihre geschulte, variantenreiche Stimme - im Gegensatz zu Waits' Whiskey- getränktem Reibeisenorgan - verändert den Charakter der Songs doch erheblich. Etwa wenn sie Waits' aggressivem Vortragsstil in "I don't wanna grow up" eine zerbrechliche, leicht verzweifelte Interpretation entgegensetzt. Einen großen Anteil am Gelingen dieser Platte haben Holly Coles Begleitmusiker. Wo Waits' Originalkompositionen teilweise recht krachledern und rumpelnd daherkommen, da ist die Musik auf "Temptation" sparsam, zurückhaltend und oft leicht swingend. Holly Coles Interpretationen zeigen die Songs von Tom Waits teilweise in neuem Licht und das ist ja wohl mit das Beste, was man über ein Tribute-Album sagen kann. Holly Coles "Temptation" ist eine Würdigung, über die Tom Waits sich uneingeschränkt freuen darf. (bg)
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