CD-Kritik Zur Startseite

Cracker

Hello, Cleveland! Live From The Metro

(Cooking Vinyl/Indigo)

Irgendwie haben Cracker fast schon was Altmodisches - die Songs sind traditionell und melodiebetont, aber verschroben und vielseitig genug, um von jeher als "Indie" durchzugehen. Nach dem formidablen diesjährigen Studioalbum "Forever" legen Label und Band jetzt einen Live-Mitschnitt von 1999 vor, der sowohl in Sachen Klang als auch Songauswahl keine Wünsche offen lässt. Da die neuen Tracks logischerweise vor drei Jahren noch nicht dabei sein konnten, gibt's als Bonus vier Videoclips vom aktuellen Album ("Guarded By Monkeys", "Forever", "Merry Christmas Emily", "Shine"). Wenn Cracker den Liveauftritt mit folgender Textzeile eröffnen: "So we were standing, like the last rockband on the planet", hat man das Gefühl, nach Hause zu kommen. Hier reiht sich ein großartiger Song an den anderen und es ist müßig zu diskutieren, ob die Audiospielzeit etwas mager geraten ist. "Hello, Cleveland!" ist Pflicht für Fans und für jeden Anderen der geeignete Einstieg in die Cracker-Welt.

(dmm)


Cracker

Forever

(Cooking Vinyl/Indigo)

Nein, kammermusikalische Intimität ist nicht die Ausdrucksweise von Cracker. Hier gibt es großes Kino mit noch größeren Gesten im Breitwandformat. Egal, ob der relativ ruhige Opener "Brides Of Neptune" oder das eingängig geschmetterte "Shine" - im Klangkosmos von David Lowery und Johnny Hickman wird geklotzt.

Die dreizehn Songs des fünften Albums sind prallvoll mit Inspirationen aus allen Ecken und kreieren eine Landschaft, in der krachende Gitarren entschärft werden mit süßlichen "Duubiduus". Aus dem, was Cracker hier in die Titel stopfen, machen andere mindestens zwei Alben. In Sachen Indie im Moment Pflichtprogramm.

(dmm)


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