CD-Kritik Zur Startseite

Danko Jones

We Sweat Blood

(Bad Taste/Soulfood)

Auch wenn die Coverumsetzung etwas kitschig geworden ist, der Albumtitel passt perfekt zur Musik von Danko Jones. "We Sweat Blood" ist das dritte Werk der Band und atmet mehr als die beiden Vorgänger Hardrock-Luft. Dass es trotzdem das stärkste Werk der drei Kanadier geworden ist, liegt daran, dass sie die Blues- und Souleinflüsse nicht vernachlässigt haben und außer der Jon Spencer Blues Explosion fällt mir keine Band ein, die so lasziv rocken kann. 34:56 Minuten – eine fast physische Präsenz, und dreckige Rocker wie "Forget My Name" oder "Heartbreak's A Blessing" fahren dir direkt ins Fruchtfleisch. Passend zu den Texten von Danko Jones fallen mir auch ein paar Sachen ein, die man in 34:56 Minuten machen kann, ohne sich zu hetzen. Aber wer stattdessen "We Sweat Blood" hört, macht auch nix verkehrt.


Danko Jones 

I'm Alive And On Fire

(Bad Taste )

Wer das Glück hatte, die Band auf ihrer Sommertour durch europäische Städte zu sehen, dürfte nunmehr hellauf begeistert sein. Wir hier in Saarbrücken mussten in den sauren Apfel beißen und auf Danko Jones verzichten. Die Band zog es vor, auf dem Roskilde Festival zu spielen anstatt im hübschen Saarbrücken das Hellmut zu rocken. Pech gehabt. Wenigstens die CD sollte aber rezensiert werden, denn Danko Jones könnten bald groß rauskommen und mit den "Veteranen" At The Drive-In und den Newcomern The Strokes und Moldy Peaches (beide aus New York) Rock'n'Roll wieder in aller Munde bringen.

Seit 1996 sind Kanadas "hottest rock band" zusammen und haben bereits zwei EPs veröffentlicht. Von "My Love Is Bold" gibt es fünf, von der selbstbetitelten EP einen Track auf "I'm Alive And On Fire" zu hören. Dazu gesellen sich sieben Stücke, die seit Bestehen der Band zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden. Das alles verpackt in eine Billigaufmachung, die unansehnlicher kaum sein könnte. Doch es zählt ja der Inhalt. Auch wenn der gerade mal die 30 Minuten-Grenze überschreitet, rockt der einem jede Schuppe vom Haupt. Groß. Ganz groß. AC/DC ("My Love Is Bold") trifft Stooges ("I'm Alive And On Fire") trifft Noise-Rock trifft Punkrock trifft Jon Spencer Blues Explosion ("Samuel Sin"). Was sollte man noch mehr schreiben. Hört es euch an und lasst euch musikalisch mal kräftig den Arsch versohlen. Zeit dafür isses allemal.

(kfb)