CD-Kritik Zur Startseite

Die Happy

The Weight Of The Circumstances

(BMG)

Jetzt will's die Plattenfirma aber wissen. Bei Die Happys drittem Werk wurde nichts dem Zufall überlassen: Begleitet von renommierten Hitschreibern und angesagten Produzenten hat man die vier Ulmer ins Studio geschickt, damit sie ja nicht irgend jemanden mit einer musikalischen Neuausrichtung überraschen. Ob das beim nächsten Album nochmal funktioniert, darf angezweifelt werden, aber bei "The Weight Of The Circumstances" schafft es die Band mit frischer und angenehmer Härte ihre Weiterentwicklung zu demonstrieren. Trotz aller Politur kommen die zwölf Songs unverkrampft rüber und während man früher verschämt einen Guano Apes oder Skunk Anansie Vergleich ausgepackt hat, stehen Die Happy heute nicht mehr im Schatten.

Einen Großteil der Lorbeeren darf Marta Jandova einfahren, die mit ihrer sympathischen Stimme auch die etwas flacheren Nummern über die Zeit rettet und hörbar gereift ist. Alles in allem ein sehr gekonntes und knackiges Album, aber für Album Nummer vier scheint mir eine musikalische Überraschung unausweichlich.

(dmm)

Link: www.diehappy.de

Die Happy 

Supersonic Speed

(BMG )

Da hat sich alle Welt so eine Mühe gemacht, Die Happy in die Guano Apes-Ecke zu stellen und dann kommt das Album raus - und jegliche Parallelen sind verschwunden. Mit Ausnahme des Bandgefüges (Trio + Sängerin) und der ersten Single ("Supersonic Speed") haben die beiden Bands nicht viel gemein. Die Happy sind eindeutig im Hard-Rock verwurzelt und überlassen auf ihrem Debüt nichts dem Zufall. Superfette Produktion von Ralph Quick und Mainstream-Ohrwürmer satt. Wenn man kein Jahrhundertwerk erwartet, kann man mit "Supersonic Speed" viel Spaß haben. Außer bei der gleichnamigen Single tritt die Band ausgerechnet bei den harten Nummern etwas daneben. "If" oder "Go For It" sind einfach zu geknüppelt, aber schon der dritte Song "One Million Times" ist ein unverschämter Ohrbeisser. Und immer, wenn diese melodischen Mid-Tempo-Nummern auftauchen, sind Marta Jandova und ihre Mannen am Stärksten. Wie gesagt, wer nicht zu viel erwartet, wird von Nummern wie "Like A Flower" oder "Now Or Never" kalt erwischt.

(dmm)