CD-Kritik Zur Startseite

Entwine

Time Of Despair

(Century Media/SPV)

Ich bin mir nicht sicher, ob die Omnipräsenz von HIM für Bands wie Entwine Segen oder Fluch ist. Wenn man eine finnische Band mit bombastischen Sounds und düsterem Sänger hört, denkt man unweigerlich an die Mannen um Ville Valo. Dabei bemüht sich Sänger Mika Tauriainen von Entwine nach allen Kräften, um einiges variationsreicher zu agieren als der Schlaks von HIM.

Wer grundsätzlich keine Bauchschmerzen mit dem Sound von Bands wie Sentenced oder The 69 Eyes hat, der kann auch am zweiten Werk von Entwine wirklich Spaß haben. Die Arrangements sind zupackend und lediglich die karge Songanzahl (9 Tracks) und das schnulzig-behäbige "Until The End" verdienen Kritik.

(dmm)

 

Entwine

Gone

(Century Media / SPV )

Ganz schlimm - schon wieder eine düstere Metal-Band aus Finnland, und schon wieder eine, die voll aufräumt. Entwine ist zwar die X-te Band, die klingt wie Sentenced, 69 Eyes oder (unvermeidlich) HIM. Dabei sind sie nicht so poppig wie Ville Valos Mannen oder so hart wie die Erstgenannten. Hinzu kommt, dass Mika Taurainen weder eine typische Gothic- noch eine Metalstimme hat. Was Entwine von allen Epigonen unterscheidet sind -wieder einmal- die Songs. Songwriting, -aufbau, das Gefühl für prägnante Breaks, dass kann man sich in dieser Perfektion nicht abgucken. Das Quintett weiß, was es will und setzt das präzise um. Ob eingängig ("Silence Is Killing Me") oder mit düsterer Explosiviät ("Thru The Darkness") - das Album kickt auf der ganzen Linie. Bei acht Songs und einer Gesamtlänge von 41:10 Minuten kann man nicht meckern, aber bei der gebotenen Qualität hätten ruhig noch ein oder zwei Tracks mehr drauf sein können.

(dmm)

 


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