CD-Kritik Zur Startseite

Ezio

The Making Of Mr. Spoons

(Eagle Records/Edel)

Ich habe es Ezio nicht mehr wirklich zugetraut, dass sie es schaffen, ihren mitreißenden Gitarrenfolk adäquat zum Liveerlebnis auf Platte zu bannen. Der Vorgänger "Higher" war zwar schon auf dem richtigen Weg, aber erst "The Making Of Mr. Spoons" erreicht die schon lange erhoffte Plattenreife.

Ezio Lunedei und Booga haben nicht nur einen unheimlich ursprünglichen Sound auf CD eingefangen, sondern auch schlicht und ergreifend die besten Songs ihrer Karriere geschrieben. Unverkrampfter Live-Sound, perfekt austariert zwischen Saitengegniedel und direktem Lauschangriff. Wer die Band schon in der Vergangenheit mochte, bekommt mit "The Making Of Mr. Spoons" endlich die musikalische Visitenkarte, die man gerne weitergibt.

(dmm)


Ezio

Higher

(SPV)

Der Klang der "Black Boots On Latin Feet" ist auf der "Saxon Street" schon eine Weile verklungen. 1995 startete die englische Band Ezio recht vielversprechend mit ihrem Debütalbum und dem dazugehörigen Song "Saxon Street". Seitdem ist es um sie immer stiller geworden. Nach einer zweiten CD (Diesel Vanilla) und einem Labelwechsel ist die Band nun mit einem neuen Werk und ausgedehnter Tournee wieder am Start.

"Higher" ist nach dem etwas unausgegorenen Vorgänger der Beweis für die Vielseitigkeit des Italo-Briten Ezio Lunedei und dem Kenianer Mark "Booga" Fowell. Ihr Folk-Pop ist klar beeinflußt von großen Songwritern, wird aber durch ihre akustische Gitarrenarbeit von mediterranen Klängen durchzogen. Ihr Sound ist voller Wärme und Ausstrahlung und macht Ezio zu einer der wenigen Bands, bei denen "Easy Listening" kein Schimpfwort ist.

Der Titelsong des neuen Albums ist schon der optimale Bote für die Tournee. Es wäre fast ein Frevel, wenn die Beiden diesen Song nicht ans Ende ihres Sets stellen würden: "You took us higher than we´d ever been". Bei einem Ezio-Konzert gilt dieser Satz für beide Seiten gleichermaßen.

(dmm)