CD-Kritik Zur Startseite

Fantomas 

Amenza Al Mundo

(Ipecac/EFA)

Völlig vom wilden Affen gebissen sind Fantomas. Die Band - mit so namhaften Musikern wie Mike Patton (ex-Faith No More, Mr. Bungle), Dave Lombardo (ex-Slayer), Buzz Osbourne (Melvins) und Trevor Dunn (Mr. Bungle) - geht ganz nah ran an die Grenzen dessen, was man so gemeinhin unter Musik versteht. Dabei hat auch Pattons langjährige Zusammenarbeit mit John Zorn ihre Spuren hinterlassen. Seine drei Mitstreitern, die nie einen Hehl aus ihrem Faible fürs Ausgefallene gemacht haben, sind die idealen Partner, umPattons verquere Ideen gekonnt in die Tat umzusetzen. Ironie trifft Noise trifft Avantgarde trifft Filmzitate trifft Pattons Stimmexperimente trifft hellen Wahnsinn. Das ist in etwa die Marschrichtung, die Fantomas gehen. Wie gesagt: Songs im eigentlichen Sinne sind das nur bedingt. Was nicht heißen soll, dass diese CD (übrigens zum ersten Mal überhaupt in Deutschland zum vernünftigen Preis erhältlich, nachdem sie monatelang nur als Import zu beziehen war) keinen Spaß macht.

(kfb)