CD-Kritik Zur Startseite

Fu Manchu

Go For It...Live!

(Steamhammer/SPV)

Scott Hill und seine Mannen haben zwar die Haare ab, der verstrahlte Eindruck hat sich dadurch nicht verflüchtigt. Die vier kalifornischen Rocker legen jetzt ein Doppel-Live-Album vor, das locker beweist, dass man alles richtig machen kann, selbst wenn man einen blöden Bandnamen hat und nur über Autos, Surfen und Raumschiffe singt. Mit aufgeräumtem und druckvollem Sound zocken Fu Manchu 22 Nummern, die von den Krachern der Anfangstage ("Wurkin'" und "Ojo Rojo") bis zum aktuellen Album reichen. Am besten saulaut hören, breitbeinig auf den Boden stellen, Bier gerade halten und langsam mit dem Kopf nicken – der Rest kommt dann von allein.

(dmm)


Fu Manchu

King Of The Road

(Mammoth/Edel)

Eins ist klar: Fu Manchu sind einer der ganz dicken Fische im Stoner Rock-Teich. Sie haben den Dreh raus, den Hörer zu fesseln. Ihre Gitarren-Riffs sind mörderisch. Sie kommen aus den Boxen geschossen und bohren sich in dein Gehirn und das fressen sie dann ganz geruhsam von innen heraus auf. Ohrwürmer halt. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Warum auch? Wollen wir ja so und nicht anders. Ihre Rezeptur ist bekannt und wiederholt sich jetzt leider. An "The Action Is Go", wahrscheinlich das Meisterwerk der Herren Scott Hill (voc., g.), Brad Davis (b.), Bob Balch (g.) und Brant Björk (dr.), kommt "King Of The Road" trotz einiger Stärken nicht heran. Man kennt halt das, was man da zu hören bekommt. Überraschungen sind kaum zu entdecken, eher schon die Tatsache, dass der Gesang jetzt endlich mal einige Varianten einstreuen könnte. Schade, wer wäre nicht gerne - wie schon beim ersten Hören von "The Action Is Go" - erst in den Sessel gedrückt und dann ins Nirvana geschossen worden? Seufz! Was unterm Strich bleibt ist Fu Manchu wie man sie kennt (AC/DC-Bad Religion-Effekt!). Mehr nicht, was okay ist, aber nicht so viele Punkte gibt.

(kfb)