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Fury In The Slaughterhouse

Nimby

(SPV)

Als ich mir meine erste Fury In The Slaughterhouse CD "Pure Live" gekauft habe, hat das seinerzeit noch etwas verlodderte Image der Band immerhin gereicht, um meine damalige Mittelstands-Freundin zu erschrecken. OK, wirklich wild waren die Jungs nie, aber nach dem aus der Distanz betrachtet doch etwas zahmen Album "The Color Of Fury" besinnen sich die Hannoveraner mit "Nimby" wieder auf alte Tugenden. Nach dem ungewöhnlichen, aber mutigen Opener "Welcome To The Other World" setzen sie zwar "V.I.P." mit einem Schwachsinns-Refrain an die Wand, aber danach klingen Fury In The Slaughterhouse so frisch wie schon lange nicht mehr. Die meisten der 15 neuen Titel atmen den Rock'n'Roll-Spirit eines kleinen Clubs, bleiben aber natürlich auch anständig genug, um heute niemanden mehr zu erschrecken. Das Sextett bekommt diesen Balance-Akt aber relativ gut in den Griff und haut unbekümmert seine Nummern unters Volk. Ich glaube, die Band weiß selbst, in welchen Ketten der Erwartungshaltung sie gefesselt ist, aber so lange sie mit diesen noch so aufmüpfig rasselt, steht nicht zu befürchten, dass dieses Pferd tatsächlich zur Schlachtbank geführt wird.

(dmm)

Link: www.fury.de


Fury In The Slaughterhouse 

Monochrome (DVD+Audio-CD) 

(SPV)

Fury In The Slaughterhouse sind mit Sicherheit nicht die innovativsten Musiker unter Gottes Sonne, aber ein Live-Album wie "Monochrome" zeigt recht deutlich, dass sie es in ihrer langen Karriere schon zu einem Haufen Hits gebracht haben, an denen es nichts zu rütteln gibt. Den Fans ist es im Zweifel eh egal und die werden mit "Monochrome" ordentlich bedient. Neben der Audio-CD mit rund 62 Minuten Live-Genuss gibt es zusätzlich noch eine DVD, mit deren Material man locker 2½ Stunden verbringen kann. Die beiden Schwerpunkte sind das Live-Konzert sowie die fünf Kurzfilme, die die Hannoveraner zusammen mit Jungregisseuren und bekannten Schauspielern wie Sissi Perlinger oder Peter Lohmeyer produziert haben. Bei den Live-Tracks dürfen natürlich "Time To Wonder" oder "Radio Orchid" nicht fehlen, aber Fury überraschen auch, wenn sie z.B. den alten Gassenhauer "Won't Forget These Days" in ein akustisch lockeres Gewand kleiden. Nach ihrem 2-Alben-Ausflug zu EMI sind FITS wieder zu ihrem alten Label SPV zurückgekehrt und zeigen mit "Monochrome", dass "solide" und "ehrlich" im Zusammenhang mit Fanarbeit gar keine schlechten Vokabeln sind. Für Freunde der Band absolut empfehlenswert.

(dmm)

 

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