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The Jelly Jam

The Jelly Jam

(Insideout/SPV)

Platypus ist tot, lang lebe The Jelly Jam. Nachdem das All-Star-Projekt beerdigt wurde, tauchen jetzt Ty Tabor, John Myung und Rod Morgenstein ohne Derek Sherinian unter neuem Namen wieder auf.

Die Retro-Elemente zurückgefahren, konzentrieren sich The Jelly Jam auf recht eingängigen Groove-Rock, der die Handschrift von Ty Tabor deutlich erkennen lässt. Lebten die Alben von Platypus durch spontane Jam-Ausbrüche, ist The Jelly Jam (trotz des Namens) sehr strukturiert und songdienlich aufgebaut. Selbst, wenn man King's X nicht so gerne mag, sollte man Hammernummern wie "No Remedy" oder das geniale "Reliving" unbedingt antesten.

Einziger Kritikpunkt: Multitalent Ty Tabor muss aufpassen, dass er im eigenen Klangkosmos nicht ertrinkt. Sein Output mit King's X und den Sideprojects ist riesig, und es lässt sich nicht verleugnen, dass er im Moment auf hohem Niveau stagniert. Ich bin gespannt ob er auf seinem neuen Soloalbum, das im April in den Läden stehen soll, auf die üblichen Trademarks -wenigstens ansatzweise- verzichtet.

(dmm)