CD-Kritik Zur Startseite

Kvlr

Kvlr

(Stickman/Indigo)

Ein letztes Mal zur Erklärung: Uns sind nicht die Vokale ausgegangen. Kvlr hießen früher mal Kevlar. Vielleicht haben sie zu viel Primal Scream gehört. Wir erinnern uns: Die hatten anlässlich ihres großartigen Albums "Xtrmntr" ebenfalls alle Vokale über Bord geworfen. Nun zu Kvlr. Sie kommen aus der einstigen Hardcore-Hochburg Schwedens, dem beschaulichen Umea. Und wie ihre Kollegen haben sie an Hardcore schon lange kein Interesse mehr und sich lieber dem Emorock zugewandt. Ihr neuestes Album sollte ihnen den Durchbruch verschaffen. Der hypnotische Song "Slow Clapping" ist einer der Höhepunkte und nicht von ungefähr die erste Singleauskopplung. Hier kommt die sphärische Stimme der Gastsängerin Lena Karlsson (von Komeda) voll zum Tragen. Neu ist auch Bassist Joel Borg, der die Jungs anscheinend beflügelt hat, noch mehr an sich zu arbeiten. Der Song "Spit" klingt so wie er heißt: dahingerotzt. Ansonsten halten sie sich aber zurück und überlassen der Melancholie das Feld.

(kfb)

 


KVLR 

On Planted Streets 

(Sticksister/Indigo)

Ich kaufe einen Vokal. E. Bing! Okay, ich muss überlegen. Ich kaufe noch ein A. Bing! Ich möchte lösen: KEVLAR. Richtig! Lustig, nicht? 18 Songs hält uns selbige Band aus Schweden vor die Nase. Das ist recht viel und schließt nicht aus, dass man gegen Ende dieses Albums der Band überdrüssig wird. Vor allem, weil sie sich dann auch in Krach-Attacken verzettelt. Das ist nicht gut. Dabei startet sie mit schön-schrägem Emo/Post-Rock und lässt damit hoffen. Zum Beispiel dank "Laughing Stock". Aber man darf den Schweden zugute halte, dass "On Planted Streets" kein reguläres Album ist, sondern reine Resteverwertung. Auf diesem Album hier befinden sich nämlich ausschließlich bis dato unveröffentlichte Songs. Ein reguläres Studioalbum soll demnächst folgen.

(kfb)

 

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