CD-Kritik Zur Startseite

Aynsley Lister

Supakev n Pilchards

(Ruf)

Auch wenn Aynsley Lister nicht mit einem neuen Studioalbum aus dem Quark kommt, kann er solche Live-Überbrücker gerne dazwischen schieben. In reinster Form, nur mit einer Stomp-Box und seiner Gitarre bewaffnet, hat er sich in England auf die Bühne gestellt und durch zwölf (überwiegend) Blues-Klassiker geklampft.

Der Sound rustikal, sein Spiel filigran. Egal, ob Chartsfutter wie "Strong Enough" von Sheryl Crow oder "As The Crow Flies" von Tony Joe White - Aynsley Lister hat es einfach drauf. Er spielt zwar nicht den Blues in seiner reinsten Form, fügt ihm aber stattdessen moderne Facetten hinzu, ohne zu viel zu kniedeln. Wenn dem englischen Youngster jetzt noch ein paar griffige Songs für sein neues Studioalbum aus der Feder fließen, kann man Großes hoffen.

(dmm)

 

Aynsley Lister

Everything I Need

(Ruf Records)

Cool, endlich ein neues Album von Blues-Youngster Aynsley Lister. Moment, neu? Leider nicht wirklich, 6 der 11 Tracks waren auch schon auf seinem selbstbetitelten Album von 1999. Obwohl in leicht veränderten Fassungen komplett neu eingespielt, hinterlässt sowas immer etwas Frust beim Konsumenten. Auf der anderen Seite ist es ein Track wie "Angel O' Mine" wert, mehrmals aufgenommen zu werden. Wer Aynsley Lister noch nicht kennt, kann also gleich mit dem neuen Album anfangen.

Die meisten Lieder sind in klassischer Trio-Besetzung entstanden und klingen noch erdiger und abgespeckter als auf der Vorgänger-CD. Der Titelsong ist ein Blues-getränktes Rockstück mit einer hörbar gereiften Sangesleistung. Der Tony Joe White Titel "As The Crow Flies" wird nur von einer superben Akustik-Gitarre begleitet. Im Hidden-Track "Identity Blues" zeigt der englische Saitenvirtuose dann nochmal sein ganzes Können: Feinster akustischer Blues-Rock mit einem hörbar eigenen Ton.

(dmm)


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