CD-Kritik Zur Startseite

Mägo de Oz 

Gaia 

(Locomotive/Point)

Ja, der Name ist blöd, die Covergestaltung zeugt von seltsamem Humor und auch das Freibeuter-Outfit ist nicht wirklich erste Wahl. Wer aber über dieses Gebirgsmassiv der Vorurteile geht, erlebt eine mitreißende Band, die das Ohr und die Beine schneller kapern, als die acht ihre Seemannsklamotten anziehen können. Das Rock und Folk gut miteinander harmonieren, haben schon ein paar vorher entdeckt, aber für Mägo de Oz heißt das nicht stumpfe Riffs und Dudelsack. Breitbeinig im Rock, mit ausgebreiteten Armen in der Klassik und hüpfend im Folk zu Hause, zeigt allein der rund 11 minütige Titelsong "Gaia", wozu die Spanier fähig sind. Mit Spannungsaufbau und Hingabe zelebrieren sie mitreißende Musik. Der Drang, laut mitzugröhlen, wird allein dadurch unterdrückt, dass man dem Spanisch von Sänger José eh nicht hinterherkommt. Neigen Italiener und Spanier in der Rockmusik dazu, der internationalen Konkurrenz Jahrzehnte hinterherzuhinken, spielen Mägo de Oz definitiv die erste Geige, die erste Tin Whistle, das erste Akkordeon...

(dmm)



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