CD-Kritik Zur Startseite

Katie Melua

Call Off The Search 

(Dramatico Entertainment/Zomba)

Ruhig bleiben, wieder hinsetzen – Katie Melua ist keine neue Norah Jones. Allerorten wird dieser Vergleich jetzt gezogen und kann einen beim genaueren Hinhören eigentlich nur belustigen. Neben den dunklen Haaren und den Kulleraugen, vereinen Katie Melua und Norah Jones hauptsächlich die ungewöhnlichen Töne und das klar erkennbare Talent. Bei Katie Melua bin ich mir aber nicht sicher, ob es eine gute Idee war, eben dieses in die Hände von Mike Batt zu legen. Erwartungsgemäß packt er viel Hall auf die Stimme und lässt die Streicher fließen wie Schmalz in der Pfanne.

Immer dann, wenn es theatralisch oder pseudo-schwül wird, vergisst man leicht die großen Momente von "Call Off The Search". Zum Beispiel die mehr als gelungene John Mayall Coverversion "Crawling Up A Hill", das von Mike Batt komponierte "The Closest Thing To Crazy" oder auch das zarte "Blame It On The Moon". Wenn Katie Melua noch ein bisschen an ihrem eigenen Profil arbeitet und ihre schöne Stimme mit klaren Arrangements belohnt, dann könnte das noch richtig gut werden.

(dmm)



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