CD-Kritik Zur Startseite

Modaji

Pre-Sets

(Laws Of Motion/Groove Attack)

Die Gesetze der Bewegung müssen nicht unbedingt neu definiert werden. Wer einmal ein Ohr in das Album von Modaji riskiert, der wird allerdings kaum noch stillhalten können. Man könnte an dieser Stelle viele abgelatschte Klischees aus der Mottenkiste kramen und von heißen Rhythmen und südamerikanischem Flair sprechen. Wenn es ganz hart käme, fallen wahrscheinlich gar Metaphern wie "nicht unähnlich der Barcadi- oder Bounty-Werbung". Igitt.

Modaji, das ist zuerst einmal ein gewisser Dominic Jacobson, der vor vier Jahren seine ersten Soundkollagen in die Plattenregale stellen ließ. Seitdem war er nicht untätig. Die besten Songs seiner 12-Inches wurden zuletzt wegen großer Nachfrage in Japan unter dem Titel "Pre-Sets" veröffentlicht. Doch auch die Europäer wollten an dem mit Latin, Funk, Soul und Acid Jazz durchtränkten Sound ihre Freude haben. Daher habe die Kölner Groove Attackler zugeschlagen und uns dieses "heiße Teil" untergejubelt. Dessen aber nicht genug: Zu den bereits veröffentlichten Tracks gesellen sich die brandneuen "The Latin Protocol (Version)", "The Riot Act" und "Midnight Plains".

Ob für einige Minuten auf der Tanzfläche oder auf dem heimischen Sofa "Pre-Sets" passt zu beiden Anlässen. Es kommt eben drauf an, ob man sich auf die sphärischen Hintergrundszenarien oder die peppigen Beats im Vordergrund konzentriert.

(kfb)



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