CD-Kritik Zur Startseite

My Vitriol 

Finelines

(Incetious/PIAS/Connected)

Die britische Musikszene hat es gut. Fast jede Woche taucht eine hochgradige Band aus dem Nichts auf und bewegt die Kritiker dazu, sie abzufeiern. So auch geschehen bei der Londoner Band My Vitriol. Das Quartett bestehend aus Som Wardener (Gesang), Seth Taylor (Gitarre), Carolyn Bannister (Bass) und Ravi Kesavaram (Schlagzeug) hat bereits vier Singles auf der Insel veröffentlicht und wartet jetzt mit ihrem Langspieler "Finelines" auf. Der Bandname lässt zuerst auf eine Metalband schließen, damit haben My Vitriol aber wenig zu tun. Sie bevorzugen über weite Strecken quicklebendigen Alternative Rock wie im Falle der Singleauskopplungen "Cemented Shoes", "Losing Touch" und "Always: Your Way". Vergleiche fallen einem auf Anhieb keine ein - obwohl bereits die Namen Nirvana, Smashing Pumkins und Jason Pierce (Spacemen 3, Spiritualized) gefallen sind. Dann doch eher Foo Fighters oder gar die allseits unterschätzten Seaweed. Hört sich insofern gar nicht britisch an, was My Vitriol da machen. Post-Grunge, Post-Emorock vielleicht? Nun ja, bleiben wir bei den Fakten und freuen wir uns über zahlreiche Rock-Granaten, die binnen kurzer Zeit im Ohr zünden. Denn neben bereits erwähnten Singles befinden sich auf "Finelines" noch viele Ohrwürmer, deren Melodien einem mit ihrer Zuckersüße den Gehörgang verkleben: "The Gentle Art Of Choking", "Ode To The Red Queen" oder "Falling Off The Floor".

(kfb)

 

 


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