CD-Kritik Zur Startseite

Nada Surf  

Let Go 

(Labels/Virgin)

Die Unwegsamkeiten des Business waren Schuld daran, dass Nada Surf viel zu lange in der Versenkung verschwinden mussten. Erst wurden sie ihren Vertrag los, dann kämpften sie um die Rechte an ihren Songs und zum Schluss mussten sie ein neues Label finden. So vergingen vier Jahre bis der "The Proximity Effect"-Nachfolger in den Startlöchern Platz nahm. "Let Go" heißt er, und der Titel könnte eine Art Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Ex-Arbeitgeber sein. Während der Zwangspause hatten Nada Surf einige Akustikshows absolviert. Die haben ihnen Augen und Ohren geöffnet. "Wir haben gelernt, in unseren Songs mehr Raum auszufüllen und leiser zu spielen", erklärt Gitarrist und Sänger Matthew Caws. Die Zeit ohne Deal in der Tasche hatte somit auch ihr Gutes. In aller Ruhe konnten Nada Surf am neuen Album basteln. "Da niemand auf uns wartete und keiner mit uns rechnete, war es wie beim ersten Album. Wir waren frei und konnten all das machen, das uns vorschwebte." So gelang Nada Surf ein berauschendes Power-Pop-Album, das rockige wie balladeske Songs vereint. Nicht von der Hand zu weisen sind die britischen Einflüsse. "Hi-Speed Soul" zum Beispiel ist laut Caws eine Art Hommage an New Order und die gesamte New Wave-Periode. Aus dem Rahmen fällt "La pour ça". Eine durch und durch französische Ballade, geschrieben hat das Stück Bassist Daniel Lorca, in Spanien geboren und mit Französisch als Zweit- und Englisch als Drittsprache aufgewachsen.

(kfb)

 



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