CD-Kritik Zur Startseite

Heather Nova 

South

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Mitte der Neunziger, da gehörte Heather Nova zum regelmäßig neu entdeckten Fräuleinwunder der Rockmusik. Im Ringelpulli, mit langen Haaren und barfuß präsentierte sie sich damals. Wer es wissen wollte, erfuhr, dass sie einer Hippie-Familie entstammt und schon immer viel rumgekommen ist.

Dann wurde es wieder ruhiger um Heather Nove, ohne dass sie wirklich weg war. Scheinwerfer und Schlagzeilen gehörten kernigen Rock-Diven wie Sheryl Crowe und Alannis Morisette, Beauty-Seelchen wie Jewel oder der exzentrischen Tori Amos.

Heather Nova aber macht immer noch denselben ambitionierten Pop-Rock wie immer. Höchstens etwas entspannter. "South" ist trotz der voluminösen Arrangements mit Synthies und Streichern ein lockeres, freundliches Album geworden. Homogen und gerade im richtigen Maße glatt-produziert. Auch der ein oder andere Ohrwurm ist darunter. Gesungen mit der bekannten kräftigen Stimme, die immer wieder ins ätherische Falsett umschlägt.

Aber ins Scheinwerferlich kommt Heather Nova damit wieder nicht. Zu austauschbar Melodien, Sound und Interpretation. Zu altmodisch der Mix aus Schrammelgitarren und Elektronik-Blubbern im Zeitalter der J Lo´s, Mary J. Bliges und Alicia Keys.

(Katja Preissner)

 


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