CD-Kritik Zur Startseite

OOIOO 

Kila Kila Kila 

(Thrill Jockey/Rough Trade)

Was geht nur bei Thrill Jockey ab. Haben sie sich vorgenommen, das amerikanische Warp Records der Neunziger zu werden? Der Hang zum Absonderlichen geht mir mitunter zu weit. Was soll man auch von Japanern anderes erwarten...

OOIOO ist ein Projekt um die Avantgarde-Künstlerin Yoshimi. Sie ist bekannt durch Mittäterschaften bei den Boredoms und Free Kitten (mit Sonic Youths Kim Gordon). OOIOO oszillieren zwischen psychedelischem Irrsinn, Rock und Pop. Inmitten dieses Gestirns toben sich Yoshimi & Co. nach Herzenslust aus. Sie entwickeln ganz eigene Ideen von Rhythmen, wenn sie repetitive Muster asiatischer Percussion-Instrumente in Serie schalten. Es entsteht immer völlig schräges Zeugs, das aber auf mysteriöse Art und Weise immer ein nicht unverkennbares Pop-Appeal in sich birgt.

Insofern ist die anfängliche Apathie gegen die derzeitige Experimentierfreudigkeit von Thrill Jockey in gewissem Masse zu revidieren. Entweder bin ich in den letzten Minuten belastbarer geworden und mir macht der japanische Irrsinn nicht mehr aus oder e ist doch nicht so schlimm und anstrengend, wie ich es befürchtet hatte. Ehrlich, Track vier, "On Mani" post-rockt richtig. Man stelle sich vor, Tortoise säßen zu Ross.

(kfb)

 



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