CD-Kritik Zur Startseite

Ozzy Osbourne  

Down To Earth

(Epic/Sony Music)

Ja, er rockt noch, der gute alte Fledermaus-Enthäupter. Aber essentiell ist das nicht, was der Black Sabbath-Frontmann 2001 seiner nicht kleiner werdenden Fangemeinde zum Fraß vorwirft. Ozzy hantiert mit den gleichen Mitteln wie in den Neunzigern. Ein paar gute Kracher und ein paar gut abgehangene Balladen runden ein Album ab, das man nicht schlecht, aber auch nicht klasse finden kann. Standard halt. Überraschung? Keinesfalls. War ja klar, dass Ozzy nicht mehr zum großen Rundumschlag ausholen wird. Die Frage ist: Muss er das? Andere wälzen sich ebenfalls in ihren Lorbeer-Beeten und tun das, was sie seit Jahrzehnten machen. Allen voran AC/DC. Selbst Michael Jackson ist die Puste ausgegangen, dem Pop neue Impulse zu geben. Die kommen nun von anderen.

"Down To Earth" klingt genauso, wie man das vom Metal-Großmeister erwartet hat. Was auch nicht so übel ist. Immerhin: Er rockt noch. Und das nicht schlecht. Dafür sei vor allem dem langmähnigen Gitarristen Zakk Wylde, der nach Jake E. Lee und dem begnadeten Randy Rhoads für Ozzy in die Saiten greifen durfte, gedankt. Das muss man Ozzy nämlich lassen. Er hat immer wieder ein übermächtiges Gitarrentalent gefunden, das an seiner Seite zu einer Institution wurde.

An dieser Stelle sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der Rest der Band ebenfalls aller erste Sahne ist. Da hätten wir das ehemalige Suicidal Tendencies-Groovemonster Robert Trujillo am Bass und Mike Bordin, früher Faith No More, am Schlagzeug. Das liest sich nicht nur gut, das klingt auch gut. Trotzdem hätten sie mal richtig die Sau rauslassen sollen.

(kfb)



Datenschutz
Zum Hinternet-Weblog Zum Kalender Galerie zum Archiv Impressum