CD-Kritik Zur Startseite

Pain Of Salvation

12:5

(Insideout/SPV)

Dass Pain Of Salvation zu den ganz Großen gehören, ist kein Geheimnis. Wenn man ihnen allerdings den Stempel Neo-Prog aufdrückt, kennt man zwar die Richtung, steckt aber das Feld viel zu eng ab. Pain Of Salvation haben eine enorme Bandbreite, die sie auf vier Studioalben schon belegt haben und nun mit einem famosen Live-Album untermauern. "12:5" ist ein Akustik-Album mit 16 Titeln und Mastermind Daniel Gildenlöw zieht den Anspruch auch komplett durch. Alle Songs beweisen in ihrer abgestrippten Version das große Songwritingtalent des Schweden, allein das Instrumental "Dryad Of The Woods" spielt in der obersten Liga. Aber auch seine Mitmusiker bestechen mit Brillanz und einer fast schon beängstigenden Präzision. Hört man aber, wie die Finger über die Saiten rutschen und der ein oder andere kleine Patzer dabei ist wird deutlich, dass hier nichts nachträglich bearbeitet wurde und trotzdem ein Perfektionsgrad nahe 100 erreicht wird. Das Publikum trägt die Band und schwankt zwischen stiller Bewunderung und völliger Begeisterung. Und anstatt den Auftritt, wie zu erwarten, majestätisch ausklingen zu lassen, jammen sich Pain Of Salvation durch eine launige Instrumentalpassage. Ganz, ganz großes Album.

(dmm)

Pain Of Salvation

Remedy Lane

(Insideout/SPV)

 

2002 ist noch taufrisch und schon manifestiert die erste Prog-Band ihren Ausnahmestatus. Anscheinend hat sich Mastermind Daniel Gildenlöw von seiner Tour als fünftes Mitglied von Transatlantic inspirieren lassen, denn mit "Remedy Lane" werden die Schweden ganz sicher zu den großen Namen im Prog aufschließen. Im ersten Moment wirkt das Album unzugänglich und vertrackt, aber schon beim zweiten Durchlauf zeigt sich die Eigenständigkeit der Band. Pain Of Salvation musizieren mit riesiger Bandbreite, vielleicht ist deswegen der fast 10minütige Abschlusssong "Beyond The Pale" etwas anstrengend, weil er fast alle Stile der 12 voran gegangenen Songs aufgreift und verbindet. Was für ein Ritt!

Das textliche Konzept des Album ist düster und lohnt, genauso wie die Musik, einer intensiven Beschäftigung. Die gesprochenen Passagen, die den Inhalt verknüpfen, haben einen eigenen Flow und betten sich reibungslos in die Musik ein. Und wenn man sich "Remedy Lane" Schritt für Schritt erkämpft hat, offenbaren sich große Melodien - und das so geballt, dass jegliche Sperrigkeit von dem Album abfällt. Probiert's aus - die Mühe lohnt!

(dmm)

 

 
 

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