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Planet X

MoonBabies

(Insideout/SPV)

Das Debütalbum von Planet X hat mich seinerzeit mächtig gegruselt. Das Gehexe der drei Großmeister hat manchmal fast selbstbefriedigende Züge. Auf dem zweiten Album wird zwar auch wieder heftig geschwurbelt, aber obwohl die Band stärker improvisiert, wirken die meisten der zehn Songs strukturierter und durchdachter als beim Debüt. Das Trio lässt seinen Ideen freien Lauf, vermeidet es aber, das Tastengedrücke von Derek Sherinian zu sehr in den Vordergrund zu stellen. Von daher ist "MoonBabies" ein wichtiger Schritt weg vom Projekt, hin zur ernst zu nehmenden Instrumentalband.

(dmm)

 

Planet X

Universe

(Insideout Music)

Keyboarder bei Dream Theater ist kein sehr sicherer Job. Der Eine ging freiwillig, dem Anderen wurde nahe gelegt, seinen Platz hinter den Tasten zu räumen. Der Erste ist Kevin Moore, der mit seinem Projekt Chroma Key bereits sein zweites Album ("You Go Now")veröffentlicht. Der Zweite ist Derek Sherinian, der nach seiner Arbeit mit Platypus nun seine eigenen Band ins Leben gerufen hat. Bei Planet X wird er unterstützt von Drummer Virgil Donati und Gitarrist Tony MacAlpine. Dabei herausgekommen ist ein etwas anstrengendes Instrumentalalbum mit 11 Titeln.

Mangelndes Können kann man den Künstlern ganz sicher nicht vorwerfen, aber sie übertreiben es einfach ein bisschen. Ich bin ein großer Prog-Rock-Freund mit einem Faible für lange und komplexe Instrumentalparts, aber die Freude hierbei ist die melodische Auflösung im Refrain oder das Zurückfinden zum musikalischen Thema. Bei Planet X wartet man immer vergeblich auf eine Belohnung der Ohren. Stellt euch progressive Instrumentalparts von Dream Theater oder Spock's Beard vor, die eine 3/4 Stunde dauern, ohne auf den Punkt zu kommen. So klingt "Universe" - virtuos, höchstes Spielniveau und geile Jam-Momente, aber wenn man darüber das Songwriting vergisst, macht das halt noch kein gutes Instrumentalalbum.

(dmm)

 


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