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Poems For Laila

Frühstück in Budapest

(Metropol/Vielklang/Edel)

Poems For Laila gehört definitiv zu den Bandnamen, auf die ich richtig neidisch bin. Nach guten Alben in den achtziger Jahren ist die Band allerdings immer weiter in die Bedeutungslosigkeit gerutscht und schließlich von meiner musikalischen Landkarte verschwunden. Mit "Frühstück in Budapest" kehren sie mächtig und muttersprachlich zurück. Von einer Ausnahme abgesehen textet Sänger Nikolai Tomás heute in deutsch und verpasst Poems For Laila damit die nötige Frischzellenkur. Irgendwo zwischen Gipsy-Feeling, M. Walking On The Water und Edelpenner gaukeln sich Poems For Laila durch zwölf Folksongs mit bourgeoiser Eleganz. "Frühstück in Budapest" ist in dieser Stärke eine absolut überraschende Rückkehr.

(dmm)


Poems For Laila

On A Wednesday

(Vielklang/EfA)

Nikolai Tomás hat seine Band reformiert. Fast vier Jahre lang waren Poems For Leila auf Eis gelegt und Tomás mit seiner Solokarriere und verschiedenen Nebenprojekten beschäftigt. Neu dabei ist Julia Goldlust, die früher bei den Lemonbabies sang. Sie fungiert auf dem Comeback-Album "On A Wednesday" als ständige Duettpartnerin von Tomás. Das verleiht den Songs, die zwischen nachdenklich stimmender Melancholie ("Let Me Think", "I Was Walking", "Time Comes Again") und aufheiternder Glückseeligkeit ("Linda Loves Me", "T-Shirt Song") schwanken, Kraft und Charisma. Musikalisch fusioniert Tomás schwermütigen Akustik-Indie-Pop à la Nick Cave oder Tindersticks mit Country-Versatzstücken wie sie die deutsche Band Fink früher auch eingesetzt hat. "On A Wednesday" ist die richtige Platte zur richtigen Zeit. So macht das Starren aus dem Fenster bei wenigen Sonnenstunden richtig Spaß.

(kfb)

 
 

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