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Pothead


Fairground


(Goldrush/BMG) ]4-99]

 

"Fairground" ist das bislang fünfte Album aus der Feder der langjährigen Wegbegleiter Brad und Jeff Dope. Ihre letztjährige EP "Pot Of Gold" möchte ich bei der Zählung mal kurz außer Acht lassen. Auffallend ist neben der musikalischen Entwicklung auch die Tatsache, daß das Trio (mit Sebastian Meyer am Schlagzeug) kein Zuhause zu finden scheint. Sechs Veröffentlichungen auf nunmehr fünf Labels. Liegt es an der Qualität der Band? Ich glaube kaum. Ich schätze dagegen, es ist die Unfähigkeit der Labels, die es kaum noch wagen, in eine Band Zeit und Geld zu investieren und diese sich in Ruhe entwickeln zu lassen. Was soll's, wir werden nie die Machenschaften mancher Labelbosse durchschauen können.

Zurück zum Eigentlichen: "Fairground" wurde Anfang des Jahres im bandeigenen Studio ('Big Berries Studio') in Berlin eingespielt. Das Ergebnis klingt überraschend, denn von Härte ist kaum noch eine Spur vorhanden. Leider. Statt dessen gibt sich das Trio zu 90% relaxt, cool rockend und gediegen. Weg vom College Rock, hin zu Adult Rock. Dieser Spagat gelingt Pothead, das steht außer Zweifel. Nur ob ihre Fans ebenso gelenkig und bereit für eine dermaßen ungewohnte Wandlung sind, bleibt abzuwarten. Ich jedenfalls reagiere auf "Fairground" auch nach mehrmaligem Hören weiterhin mit gemischten Gefühlen. Das Cover sieht übrigens wie ein Karree einer Steppdecke aus. Bei diesen stellt ja jedes Feld eine Generation dar. "Fairground" ist vielleicht als Startschuß für die neue Pothead-Generation zu werten. Wir werden sehen, wohin das Ganze gehen soll.

(kfb)


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