CD-Kritik Zur Startseite

RPWL

Stock

(Tempus Fugit/SPV)

"Stock" - passender Name für Material, das auf Halde liegt. Die zehn Titel stammen aus den Sessions der ersten beiden Alben und lassen weder den Pink Floyd Geist des Debüts "God Has Failed" vermissen, noch die superben Kompositionen von "Trying To Kiss The Sun". Obwohl zusammengestückelt, beweisen RPWL mit "Stock", dass sie inzwischen zu den großen Artrockern in der Republik gehören. Ungewöhnlich ist das Syd Barett Cover "Opel", das mit seinen offensiven Tönen aus dem Albumkontext heraussticht. Ansonsten ist alles wie immer. Und das ist durchweg positiv gemeint: Große Melodiebögen und lange Instrumentalparts machen den Mund wässrig auf das nächste "richtige" RPWL-Album. "Stock" erscheint mit Bonus-DVD, auf der das komplette Album noch einmal im 5.1 Surroundmix vertreten ist.

(dmm)


RPWL

Trying To Kiss The Sun

Tempus Fugit/Point Music

Beim gleichnamigen Debütalbum von RPWL konnte man die Häme nicht unterdrücken, dass die Jungs eigentlich klingen wie eine astreine Pink Floyd Coverband. Die Vorbilder lassen sich zwar auch auf dem Nachfolger "Trying To Kiss The Sun" deutlich erkennen, aber man hat nicht mehr permanent den Eindruck, dass das bestimmt unbekannte Stücke von Pink Floyd sind.

In leicht veränderter Besetzung ist die Band hörbar gereift und präsentiert sich auch eine Spur zurückhaltender als auf dem Debüt. Die zehn Songs öffnen weite musikalische Räume und wären die Musiker Maler, würden sie mit großem Strich und bunten Farben malen; Bilder, auf denen nichts zu erkennen ist, die aber trotzdem schön sind.

Nimmt man das mehr als acht Minuten lange "Side By Side" als totale Schmalzbombe raus, ist "Trying To Kiss The Sun" durchweg gelungen. Im letzten Titel "Home Again" gibt es im Schlussteil ein zugerauschtes Gitarrensolo, das die schwebende Atmosphäre der Platte würdig beschließt.

 

(dmm)

RPWL

RPWL

(Tempus Fugit/Point Music)

Bereits im zweiten Titel setzt sich das deutsche Quartett den Apfel auf den Kopf: "Who Do You Think We Are?". Ich denke, ihr seid eine ehemalige Pink Floyd Coverband, die den Begriff "Inspiration" irgendwie falsch gedeutet hat. Wobei, die großen Schuhe ihrer Vorbilder füllen sie ganz ordentlich aus. Schade nur, dass auf der Sohle das Profil fehlt.

Was treibt eine Band, wenn sie noch nicht mal ansatzweise versucht, einen eigenen Stil zu entwickeln? "Hole In The Sky" und "Fool" sind Songs, die problemlos auf den seltenen Studioalben von David Gilmour & Co. Ihren Platz finden könnten. RPWL sind nur nicht ganz so elegisch wie ihre englischen Kollegen. Einige Tracks wären für die Ur-Väter des Art-Rock schon extrem kompakt und leichtfüßig. "RPWL" ist beileibe kein schlechtes Album, ich frage mich nur, wen es ansprechen soll? Wer Pink Floyd nicht mag, muss erst gar nicht reinhören, und echte Fans empfinden die 13Songs wahrscheinlich als Sakrileg. Wer mit seinem Geschmack dazwischen liegt und hauptsächlich auf die melodischen Hitsingles von Pink Floyd steht, hat mit "RPWL" eine schöne "Überbrückungs-CD".

(dmm)

 

 

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