CD-Kritik Zur Startseite

Salaryman


Karoshi


(City Slang/EFA)
Die Fakten: Sie sind nicht von dieser Welt, denn solche Klänge gab es bis vor ihrer Ankunft auf unserer Welt nicht - das war im Frühjahr 1997 mit ihrem unbetitelten Debütwerk. Sie sind zu viert gekommen und haben sich bis zu ihrer Flucht in Champaigne, Illinois, niedergelassen. "Karoshi" heisst übersetzt "Tod durch Überarbeitung". Um richtig geil zu rocken brauchen sie keine Gitarren, Bässe und klobige Verstärker und riesige Boxentürme, sondern ein Laptop, ein Keyboard, ein Schlagzeug, einen Sampler, einen Fernseher und einen Wust an selbst gebastelten oder erstandenen Effektgeräten.

Das britische Magazin 'NME' umschrieb die Band jüngst wie "Add N To (X) jamming with Yes in 1982. In East Berlin. In winter." und tut gut damit. Keyboard-Klänge haben noch nie (auch nicht in den vielen stupiden Langhaar-Formationen dieser Welt) dermassen brutal und den-Arsch-in-Sekunden-von-0-auf-180-rotieren-lassen geklungen, wie das bei Salaryman der Fall ist. Sie sind wahrhaftig nicht von dieser Welt und sind uns allen in Sachen modernen Musikverständniss einen immens grossen Schritt voraus. Ihr werdet noch an meine Worte denken, wenn seit Tagen Salaryman eure heimischen Räume neu gestalten.

(kfb)


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