CD-Kritik Zur Startseite

Mark Selby

Dirt

(Vanguard/Zyx)

Mark Selby hat auf seinem zweiten Album ein kleines bisschen den Fuß vom Gas genommen, aber -Albumtitel und Cover verraten es schon- eine Schippe Dreck mit drauf gelegt. Nicht mehr ganz so explosiv wie auf "More Storm's Coming" steht seine raue Gitarre gleichberechtigt neben seiner kratzigen Stimme, und mit diesen Pfunden rüttelt Mark Selby nachhaltig am Hörerohr. Die melodischen, geradlinigen Nummern wie "You" erinnern an die rauen Sachen von Curtis Stigers oder die ersten beiden Alben von Uwe Ochsenknecht, unterschreiten aber das Qualitätslevel keineswegs. Cool das überraschende "Moon Over My Shoulder", bei dem am Ende eine Dixieland-Kapelle auf einem Planwagen vorbeifährt oder der schleppende Titelsong, der das Album würdig beschließt. Leider ist für solch bodenständige Alben die Zeit im Moment nicht wirklich reif, aber Mark Selby hat das Zeug, sich langfristig zu etablieren. Unbedingt reinhören!

(dmm)

Mark Selby

More Storm Comin'

(Vanguard/Zyx)

Jetzt kommt wirklich ein Sturm: Blues-Rock, der alle ausgelutschten Adjektive einer CD-Kritik heraufbeschwört: Kraftvoll, zupackender Sound, Drive usw. Der Amerikaner Mark Selby hat die dicken Saiten auf die Gitarre gezogen und beweist in 11 Songs, dass man auch in alten Hüten gut aussehen kann. Amerikanischer Rock, durchtränkt mir Blues und Soul. Gepowert durch unglaublich groovige Backgroundsängerinnen setzen sich seine Lieder unverrückbar im Ohr fest. Da klimpert ein Klavier zwischen Boogie und Honky Tonk ("She's Like Mercury"), an anderer Stelle verleihen Bläser den nötigen Schmiss ("Kink In The Chain"). Das ganze Album läuft unglaublich straight durch und rockt wie eine Mischung aus Jeff Healey und Jonny Lang. Unbedingt anhören!

(dmm)

 

 

Datenschutz
Zum Hinternet-Weblog Zum Kalender Galerie zum Archiv Impressum