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Sixpence None The Richer

Divine Discontent

(Word/Warner)

Der Überhit "Kiss Me" wird dieser Band wahrscheinlich wie ein Stigma anheften. Nur Wenige wissen, dass sie vorher schon fleißig Alben in einem Reifegrad veröffentlicht haben, den andere Bands nie erreichen. Den kreativen Kern der Band bilden der Songwriter und Gitarrist Matt Slocum und die wunderbare Leigh Nash, die mit ihrer trotzigen Feenstimme die Zuhörer verzaubert. Ich habe damals Wochen gebraucht, um mich an ihre Stimme zu gewöhnen – heute begeistert mich jeder Ton.

Lange hat es gedauert, bis ein Nachfolger in den Regalen stand, aber Sixpence None The Richer wirbeln die alte Tante Pop immer noch ordentlich durch die Luft. Klar und präzise verfolgen die Melodielinien ihren Weg und lassen sich nicht von dem opulenten Beiwerk ablenken. Fein durchdachte Arrangements mit allerlei Instrumentarium heben diese Songs weit über den Standard, ohne jemals den Eindruck des Überarrangierens zu erwecken.

Darüber schwebt Leigh Nash mit ihrer elfengleichen Stimme, die mit den forscheren Nummern ("Paralyzed" ) genauso harmoniert wie mit dem getragenen Wohlklang von "Tension Is A Passion Note". Passt wunderbar zwischen Saint Low und Sophie Zelmani.

(dmm)



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