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Skindive 

Skindive

(Palm Pictures/Zomba)

Gerry Owens, der Kopf von Skindive, hat eine große Affinität zu Filmmusiken. Aus diesem Grunde hat er sich von ihnen inspirieren lassen, um dem Debüt seiner Band eine etwas andere Note zu verleihen. Seine Kompositionen sind unglaublich dicht und kompakt. Den gebürtigen Dubliner verschlug es seinerzeit nach London, um Mitstreiter für sein Projekt aufzuspüren. Die fand er in Alan Lee (Bass) und Ger Farrell (Schlagzeug). Nur eine Sängerin fand er nicht. Schließlich stieß er auf Daniele Harrison, der er per Telefon die ersten fertigen Stücke vorspielte. Sie war begeistert und damit war Skindive geboren. Nach zahlreichen Konzerten, die stets von Videosequenzen begleitet werden, um so der Musik eine weitere Dimension hinzufügen, ging die Band ins Studio. Das geschah mit der Unterstützung von Adrian Sherwood. Er, der zuvor insbesondere durch seine Arbeit mit Nine Inch Nails aufgefallen war, co-produzierte vier Songs. Den Rest übernahm Owens in Eigenverantwortung. Ein mutiger Schritt. Aber er sollte belohnt werden. Wenn Owens behauptet, dass das "spannendste an Musik ist, Grenzen zu überschreiten und sich selbst zu entdecken" und dass es ihm nicht in den Sinn komme, von anderen abzuschreiben, muss man den Hut vor diesem Mann ziehen. Genau das zeichnet "Skindive" aus. Ein prachtvolles Werk, das einen fiktiven Film musikalisch untermalt. Nicht wie Nine Inch Nails, Treponem Pal oder Skinny Puppy, aber der gleichen Familie angehörend.

(kfb)

 

 


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