CD-Kritik Zur Startseite

Hans Söllner 

Oiwei I 

(Trikont/Indigo)

Bei Hans Söllner vergisst man häufig, vor lauter Kiffergeschichten und laufenden Prozessen die Musik zu erwähnen. Auf seinem neuen Album "Oiwei I" bringt er zum wiederholten Male Reggae mit bayerischer Volksmusik zusammen und man fragt sich, warum die zwei nicht schon länger verheiratet sind. Ergänzt um dylaneske Folk-Schraddeligkeit, macht das Hans Söllner, neben seinen Texten, zu einem ausgesprochen unterhaltsamen Musiker.

"Oiwei I" ist über weite Strecken ein fast schon poetisches Album geworden, auch wenn Söllner mit dem Opener "A Drecksau is a Drecksau" erwartungsgemäß lospoltert. Hier noch allein an der Gitarre, klinkt sich bei dem darauf folgenden "Hoffnung" seine Band Bayaman' Sissdem gewohnt groovig ein und beschert eines der musikalischen Highlights.

Auch wenn man hinter einige seiner Aussagen ein Fragezeichen machen kann, ist es Söllners unbändiger Drang nach Freiheit, der ihn so sympathisch macht. Wenn man sieht, mit welcher Konsequenz er für seine Überzeugung eintritt, gehört er zu den wenigen Künstlern, die das Prädikat "Rebell" noch tragen dürfen.

(dmm)



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