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Leonard Nimoy, William Shatner:


Spaced Out


(Universal/MCA)
Nach dem erfolgreichen Start der STAR TREK-Serie 1966 fand man in den DELISU-Studios, die Akteure könnten sich auch mal im Singen hervortun. 1967 erschien dann die erste LP von Leonard Nimoy: "Leonard Nimoy presents Mr.Spock's Music from Outer Space". Produziert wurde sie natürlich von STAR TREK-Erfinder Gene Roddenberry. William Shatners Debut "The Transformed Man" erschien 1968 bei Decca und enthält eine Mischung aus Songs und dramatischem Sprechgesang. Während Nimoy seit 1967 10 Alben herausbrachte, verschonte Shatner die Welt mit weiteren Proben seiner Sangeskunst. Einige der Kuriosa seines ersten und einzigen Albums sowie Proben aus Nimoys Werkschau sind nun auf einer Compilation erschienen. Auf "Spaced Out" präsentieren der Captain der USS Enterprise und sein erster Offizier ihre Hits.

Shatner, der sich zu Beginn seiner Karriere in Kanada und später auch darüber hinaus einen Namen als einer der führenden Shakespeare-Interpreten gemacht hat, gibt eine Kostprobe seines "King Henry V" zu Besten. Echt hörenswert und beinahe kultig sind aber seine Dylan und Beatles-Interpretationen. Nimoy parodiert sein STAR TREK-Alter Ego mit den Songs "Highly Illogical"und "The Difference Between Us". Der Song "Maiden Wine" erklang in der Star Trek-Episode "Platos Stiefkinder" ("Plato's Stepchildren", US-Ausstrahlung am 22.11.1968). Es war die Folge, in der erstmals im amerikanischen Fernsehen ein gemischtrassiger Kuß stattfand. Shatner behauptet bis heute, er hätte Uhura nicht geküßt und Nichelle Nichols bekräftigt genauso stur, der Kuss wäre keineswes nur angedeutet gewesen. Doch zurück zur Platte. Sehr trendy besingt Nimoy in "Visit to a Sad Planet" Spocks Besuch auf einer Erde nach dem nuklearen Holocaust. In der kuriosen "Ballad of Bilbo Baggins" wird der große englische Fantasy-Autor Tolkien geehrt. Weniger Spock, sondern mehr Nimoy ist sein übriges Repertoire. Schließlich kommt Nimoy ja vom Theater, daher sind Broadway- und Musical-Nummern nicht verwunderlich. William Shatner weilte übrigens vergangenen Dezember in Düsseldorf, wo er eine Enterprise-Ausstellung eröffnete. Der 8,5 Millionen Dollar teure detailgetreue Enterprise-Nachbau wird in Bayern gebaut. Die Düsseldorfer Austellung bildete den Auftakt zu einer 5jährigen Welttournee des Schiffes, auf dem man zwar keine Gesangsausbildung machen, dafür aber als Kadett die gesamte Starfleet-Karriere durchlaufen kann.

(pa)

Cover Spaced Out

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