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Spock's Beard

V

(Insideout)

Es ist immer das Selbe: Kaum veröffentlichen Spock's Beard ein neues Album, betonen alle Journalisten dieser Welt gebetsmühlenartig die Klasse dieser Band. Jetzt ist es mal wieder so weit - kniet nieder vor den Prog-Göttern. Wer sich nicht sicher war, wie das Quintett "Day For Night" noch toppen wollte, bekommt mit "V" die Antwort: Komplex, ideenreich melodisch und wirklich progressiv ohne ausgelatschten Tonfolgen hinterherzuhecheln. Mit "At The End Of The Day" beginnt das neue Album unheimlich programmatisch. Setzt euch abends die Ohrmuscheln auf und gönnt euch bei einem Glas Rotwein diese CD. Hier klingt nix abgeschmackt oder gewollt, das ist wirklich gekonnt. Dass sich Virtuosität und kompakte Songs durchaus verstehen, beweisen "All On Sunday" und "Goodbye To Yesterday". Wenn dann das sechsteilige, rund 27 Minuten lange "The Great Nothing" das Werk beschließt wird klar, warum sich Spock's Beard zur Messlatte einer gesamten Stilrichtung entwickelt haben. Mastermind Neal Morse sagt im Vorfeld: "Ich persönlich denke, dass dieses Album die beste Arbeit ist, die wir jemals abgeliefert haben." Amen!

Aber wie war das nochmal mit der Demut...?

(dmm)

siehe auch:
Neal Morse
NDV
Ryo Okumoto

 

Spock's Beard

Don't Try This At Home

(Insideout)

Der Titel des Live-Albums zauberte gleich ein Lächeln auf mein Gesicht. Wer Spock´s Beard kennt, weiss, dass ihre Songs nicht aus dem Stehgreif reproduzierbar sind. Da wird improvisiert und gefrickelt bis der Hausmeister die Hauptsicherung rausdreht oder die Live-CD zu Ende ist. Das ist hier leider schon nach 50 Minuten der Fall. Die Musiker um Neal Morse waren bei dem mitgeschnittenen Konzert in Holland so gut aufgelegt, dass es wirklich ein Jammer ist, dass nicht noch ein paar mehr Titel den Weg auf den Silberling gefunden haben. Trotzdem ist "Don´t Try This At Home" der Beweis für die wirklich "livehaftige" Präsenz von Spoch´s Beard und ihrem absolut klischeefreien Progressive-Rock. Kompakter Pop-Rock (Skin), Vokalakrobatik (Gibberish) und das 20 minütige "The Healing Colors Of Sound" lassen die Frage aufkommen, warum diese Band selbst nach Jahren nicht von einem breiteren Publikum wahrgenommen werden. Trotz der kurzen Laufzeit eine optimale Überbrückung bis zum angekündigten Studioalbum in diesem Jahr.

(dmm)

 


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