CD-Kritik Zur Startseite

Threshold

Critical Energy Do-CD

(Insideout/SPV)

Threshold sind eine Macht, in Sachen Neo-Prog sicherlich in der Spitze des Zuges, beweisen sie jetzt mit ihrem ersten Live-Album, dass sie diesen Ruf zurecht haben. 18 Titel im ultrafetten Soundgewand, die mit so wenig Fehl und Tadel daherkommen, dass ich als verknöcherter Traditionalist mutmaßen muss, dass hier ordentlich geschraubt wurde.

Das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt an Threshold: Sie sind auch auf ihren Studioalben so perfekt, dass sie aufpassen müssen, nicht die Grenze zum klinischen Perfektionismus zu überschreiten. Die eingängigen Harmonien und die perfekt gesungenen Backgroundvocals segeln haarscharf an dem Verdacht vorbei, vielleicht doch ein bisschen cheesy zu sein. Trotzdem ist dieses Murren nicht mehr als ein kurzes Blitzen am Horizont. Threshold untermauern mit "Critical Energy" ihre Ausnahmestellung und bieten Neueinsteigern einen guten Überblick über ihr Schaffen. (Erscheint zeitgleich auch als DVD)

(dmm)


Threshold

Critical Mass

(Insideout/SPV)

Threshold dürfen das. Dass sie sich jeder musikalischen Schublade entziehen, erwartet man inzwischen fast von ihnen, aber es klingt immer noch ungewohnt, dass eine epische Progressive-Band mit solch hymnischen Refrains aufwartet. Aber nicht dass mir jetzt einer an die italienische Drachentöter-Liga und ihre simplen Melodien denkt. Obwohl Threshold auf Hymnus setzen, sind sie erfrischend anders und verschmelzen wie kaum eine andere Combo Artrock, Progressive-Rock und Metal.

"Critical Mass" ist absolut Champions League: Egal ob Sänger Andrew McDermott, das Songwriting oder die Instrumentalarbeit - Threshold klingen frisch und müssen wirklich jedem gefallen, der sich in irgend einer Stilart des Rock zuhause fühlt. Wer das nach dem mehr als 13 minütigen Progasmus des Titelsongs "Critical Mass" noch anders sieht, sollte sich freiwillig der Geschmackspolizei stellen.

(dmm)

 


Threshold 

Hypothetical

(Insideout / SPV )

"Hypothetical" ist bereits das fünfte Album des britischen Sextetts, aber bislang blieb der ganz große Durchbruch noch aus. Threshold empfehlen sich auf ihrem neuesten Werk mit 8 Songs, die irgendwo zwischen Melodic Metal und Progressive Rock liegen. In dieser etwas kruden Mischung liegt der Reiz. Getragen durch die klasse Vocals von Andrew Mc Dermott sitzen melodische Balladen wie "Sheltering Sky" genauso treffsicher wie großangelegte Epen ("Narcissus"). Dabei rutschen sie nicht in dümmliche Eighties-Fanfaren ab, sondern verbinden Anspruch mit Eingängigkeit. Ein bisschen erinnert mich das Album an die vergangenen Werke von Lana Lane - eine Schnittstelle zwischen progressiven Ansätzen und gut abgehangenem Hardrock mit viel Melodie.

(dmm)

 


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