CD-Kritik Zur Startseite

Tomte

Hinter all diesen Fenstern

(Grand Hotel Van Cleef/Indigo)

Sie heißt Uta – die Mutter von Thees Uhlmann; und der Sänger von Tomte möchte, dass wir ihren Namen schreien. Mach ich gerne, denn die Single "Schreit den Namen meiner Mutter" ist nur eines von zehn Highlights. Zwei bis drei Durchläufe sollte man "Hinter all diesen Fenstern" gönnen, aber dann wird man von einem Album gepackt, das emotional und feinfühlig das Leben spiegelt. Da gibt es große und kleine Momente, Prätentiöses und manchmal auch Peinliches – wie das Leben halt.

Gepaart mit den lesenswerten Liner-Notes von Thees Uhlmann möchte man nicht nur den Namen seiner Mutter, sondern auch laut "Danke!" rufen, dass Tomte in Deutsch singen. Die teilweise abstrusen, aber immer nachvollziehbaren Gedanken werden von Tomte in leichtfüßigen Gitarrenrock gepackt, der manchmal so nölig daherkommt, dass man sich doch wieder an das Hamburger Abendgymnasium (oder wie diese Schublade hieß) erinnert fühlt. Aber meistens klingen die zehn Titel erfrischend unverkrampft und gehen eine lakonische Verbindung von Musik und Text ein.

"Die Schönheit der Chance" beschließt die Platte mit einem wunderschönen und angemessen hymnischem Trompetensolo und man sollte diese Chance nicht verpassen.

(dmm)



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