CD-Kritik Zur Startseite

Tosca

Opera

(G-Stone) [6-97]

Bei Tosca handelt es sich um ein Side-Projekt von den mittlerweile wohl hinlänglich bekannten Secret-Agents aus Wien, Peter Kruder und Richard Dorfmeister. Letzterer versüßt uns jetzt das Warten auf den ersten Kruder und Dorfmeister Longplayer mit einer Zusammenarbeit mit einem gewissen Rupert Huber. Konnte man nach den beiden Maxis "Fuck Dub" und "Chocolate Elvis" schon auf Großes hoffen, fällt das Ganze auf LP-Länge schon ein wenig ab. Was nicht bedeutet, daß hier langweilige konventionelle Hausmannskost geboten wird! Nein, vielmehr wird hier einfach "nur" der hohe Kruder + Dorfmeister Standard gehalten. Vielleicht war man einfach nur zu verwöhnt, denn den beiden gelang es ja fast schon mit jeder Veröffentlichung noch eins draufzusetzten. Gerade Richard Dorfmeister wußte mit seinen letzten Veröffentlichungen auf Sabotage "The 12.000 feet EP" und der darauf enthaltenen Neudefinition von Big-City-Soul ("Jetlag") extrem zu begeistern. Die Latte lag also doch schon sehr hoch.

Es sind darum die beiden ersten erwähnten Singles darauf enthalten plus die neue Single "Buaua Sarah", in gewohnt funkigem Sound mit leichten Dub Anleihen. Und wie immer, wird dadurch das Feeling eines leicht angetrunkenen (Martini geschüttelt, nicht gerührt) und extrem bekifften James Bond (natürlich Sean Connery) in geheimer Mission in Wien erweckt. Also insgesamt eine extrem entspannte Sache. Optimal für den jetzt hoffentlich einsetzenden Sommer.

Allen, die ihren Plattenspieler schon verkauft haben oder vielleicht noch nie einen besessen haben, sei die CD-Version ans Herz gelegt. Den Anderen empfehle ich dann doch lieber den Kauf der Maxis (aber wer könnte das schon sein?).
(rk)

Cover Wilson/Parks

Zum Hinternet-Weblog Zum Kalender Galerie zum Archiv Impressum