CD-Kritik Zur Startseite

UFO

You Are Here

(Steamhammer/SPV)

Was macht Michael Schenker bei UFO außer Querelen? Gitarre spielen. Obwohl er das Gesicht der Band entscheidend mitgeprägt hat, sind der Kern von UFO ebenso Bassist Pete Way und Sänger Phil Mogg. Die beiden treiben das Raumschiff seit Jahren weiter durch die Erdumlaufbahn. Nach zwei Alben mit Michael Schenker haben sie ihn jetzt wieder verloren und haben neben Keyboarder Paul Raymond Jason Bonham an die Drums und Vinnie Moore an die Gitarre geholt. Ich habe keine Ahnung, ob es an Michael Schenker liegt, aber Magie will sich bei "You Are Here" nicht einstellen. Vinnie Moore zockt zwar souverän, bleibt aber ein bisschen gesichtslos. War das überraschend starke Album "Covenant" und das nicht wesentlich schwächere "Sharks" ein Lehrstück für klassischen Hardrock, wirkt "You Are Here" als hätten ältere Herren eine Fähre wieder flott gemacht, die schon längst aufs Trockendock gehört. Sehr schade.

(dmm)

 

UFO 

Sharks 

(Steamhammer/SPV)

Schenkt man den jeweiligen Berichten Glauben, verhält es sich mit Michael Schenker und seinen jeweiligen Mitspielern wie einst mit Richard Burton und Liz Taylor: Rein in die Agrarprodukte, raus aus den Agrarprodukten. Dem Hörer kann's ja eigentlich egal sein, wenn er mit MSG oder UFO so famose Scheiben an den Tag fördert. Nach dem 1a-Vorgänger "Covenant" liegt jetzt mit "Sharks" ein extrem groovender Nachfolger vor. Traditionell wie immer, lassen es UFO dieses Mal betont relaxt mit zwei bluesig angehauchten Stücken angehen, um dann im weiteren Verlauf mit lässiger Routine alle Spielarten des Rock durchzunudeln. Und das klingt zu keiner Sekunde gelangweilt, altbacken oder überholt; das ist frisch und knackig und darf von mir aus immer so weitergehen.

(dmm)



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