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→ noch mehr Tote
Jan Degenhardt
Stimmen hinter'm Spiegel
Pläne Records 2004

Seriös kommen die Songs auf diesem Album daher: Liedermacher, Chanson, Folk, einige internationale Einflüsse, Profimusiker, eingedeutschte Coverversionen (z.B. von Jaques Brel). Nur der zündende Funke will nicht überspringen.
Das Album klingt wie die bürgerliche Manifestation der Art von Spießigkeit, die die 68er nicht überwinden konnten oder wollten. Wer in diesbezüglichen Erinnerungen schwelgt und auf der Suche nach neuem Blut ist, kann sich dieses Jan Degenhardt Album zwischen deutsche Liedermacher und Weltmusik ins Regal stellen.
Das Album hat ein Gesamtproblem: Die Musik ist zu glatt und standardisiert, der Gesang kann nicht fesseln, die Texte können kaum überzeugen, mitreißen oder nachdenklich stimmen.
(sk)







