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Kings Of Convenience
Riot On An Empty Street
Source/Emi

Jeder kennt das Problem der Prä-Walkman-Ära – bei Familienausflügen einen gemeinsamen Nenner für das Autoradio zu finden war nahezu unmöglich. Auch bei uns war das Kassettenfach heiß umkämpft und als Sieger der Konsensfindung ging meist "Best Of Simon & Garfunkel" hervor. So was versaut fürs ganze Leben – im Positiven.
Und da sich die Norweger von Kings Of Convenience bereits bei ihrem Debüt "Quiet Is The New Loud" begeistert bei Simon & Garfunkel bedient haben, ist auch "Riot On An Empty Street" eine tiefe Verneigung. Schön ist es aber schon, dass Erlend Øye und Eirik Glambek Bøe mehr drauf haben als perfekten Satzgesang. Ich hätte eigentlich vermutet, dass die elektronischen Ausflüge zwischen den Alben hier einfließen, aber "Riot On An Empty Street" knüpft direkt an das Debüt an. Elf wunderschön verhaltene Songs, die nie laut oder aufdringlich werden, aber so tiefgreifend komponiert sind, dass sie auch in einem anderen Gewand vorstellbar wären. Man kann Kings Of Convenience sicherlich sülzig finden, besser man lehnt sich zurück und schluchzt ein bisschen in die Schmusedecke.
(dmm)







